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Frisch und würzig: Barbecue-Sauce auf Vorrat selber machen

Viele Köche machen es sich echt leicht. Leider. Sie nehmen eine Flasche Tomatenketchup (der übrigens 20 und mehr Prozent Zucker enthält) als Basis für eine „hausgemachte“ Barbequesauce. Da koche ich lieber meinen eigenen Ketchup und verarbeite hiervon einen Teil zur Barbecuesauce. Und das schmeckt!

Es war jetzt gar nicht so leicht unter der Vielzahl von Rezepten für selbstgemachte Barbecue-Sauce etwas zu finden, dass mich anspricht, denn: Selbst Sterneköche kippen Ketchup aus der Flasche hinein. Auf der Basis von selbstgemachtem Tomatenketchup kam dieses würzige BBQ-Saucen-Rezept heraus. Fruchtig, rauchig, lecker.

Auf der Suche nach Inspiration befragte ich die Suchmaschine. Gibt man da ‚Barbecue Sauce‘ ein, dann kommen da doch tatsächlich auch Vorschläge für ‚Barbecue Sauce Rosin‘ und Barbecue Sauce Jamie Oliver‘. Haben die nicht beide Sterne? Egal, wenn es um Barbecue-Sauce geht, dann enttäuschen die Herrschaften auf ganzer Linie. Muss ich einfach sagen. Denn wer eine Ketchupflasche aus dem Supermarkt als Hauptzutat aufdreht,… Na ja oder wie auch immer. Die Weber-Grillbücher (habe 2) machen das, bis auf ein BBQ-Saucen-Rezept, ja auch.

Ich hoffe, die folgende Eigenkreation schmeckt allen, die sie nachmachen. Man kann nach Gusto natürlich immer nachlegen, verändern, Zutaten austauschen, denn letztlich ist es ja Geschmacksache.

Barbecuesauce: Zutaten für das Rezept

Das bleibt übrig, wenn Ihr eine 0,33 L-Flasche Cola einkocht… Den Job übernimmt aber auch die gleiche Menge Melasse.

Ja, klar, auch hier ist Tomatenketchup erstmal die Hauptzutat. Gleich ein ganzer Liter der süß-würzigen Tomatensauce wurde hier verwendet, aber doch bitte selbstgemacht und, vor allem, als Hauptzutat mit frischen (selbst geernteten) Tomaten. Und dieser geht echt einfach, er braucht nur seine Zeit auf dem Herd, mit dem Ergebnis, dass man eine toll würzige Tomatensauce hat, die beispielsweise nur einen Bruchteil von gängigen Vertretern im Supermarkt hat.

Mein Rezept für hausgemachte Tomatensauce gibt es hier. Von diesem Rezept, das bereits viele Fans hat, habe ich einen Liter abgeschöpft, um daraus Barbecue-Sauce selbstmachen zu können.

Weiterhin habe ich nach reiflicher Überlegung Folgendes darin:

  • 2 – 3 TL Rauchpaprika (gibt es mild und leicht scharf)
  • ¼ TL Fenchelsamen
  • ¼ TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Senfkörner (alle 3 im Mörser fein zermahlen)
  • 2 Knoblauchzehen (groß, fein gehackt, in Olivenöl angebraten)
  • 0,33 L Cola oder 3 EL Melasse
  • 2 TL Worchestershire-Sauce
  • 2 cl schottischer Whisky (optional)
  • Geliermittel (optional: Gelierfix, Pektin oder Agar-Agar)

In so ein BBQ-Saucen-Rezept kann noch viel mehr hineingegeben werden, aber diese Basis reichte mir, in Kombination natürlich mit dem sehr würzigen Tomatenketchup.

Übrigens gibt es flüssiges Raucharoma, sogenannten Liquid Smoke. Aber das wollte ich mir jetzt nicht extra kaufen. Der sehr würzige Rauchpaprika reichte mir aus.

BBQ-Sauce selbstmachen

Barbecuesauce und Cola, das hat mich anfangs nicht begeistert. Doch, es gibt sicher Hunderte von Rezepten für Barbecuesauce mit dem süßen Trank. Dass man es verwendet ist aber etwas nachzuvollziehen. Zunächst köchelt das Cola leise vor sich hin, bis nur noch der pechschwarze Zucker übrigbleibt. Dieser färbt einerseits die spätere Sauce wirklich gut, andererseits hat das Ganze eine gewisse Bitternote, die wohl einfach nötig für eine typische Barbecue-Sauce ist. Aber Vorsicht: Das Ganze ist pur echt bitter.

Optional würde ich 3 EL Melasse verwenden. Das entspricht der Menge, die von der Coke übrigblieb.

Die Melasse (oder das Cola-Übrigbleibsel) ist im Topf und ich gebe einen Liter vom daneben dampfenden Ketchup (hat 2 – 3 Stunden geköchelt), sowie die Gewürze hinzu. Worchestershire-Sauce, wie den Whisky, erst zum Schluss zum Abschmecken zugeben. Den Knoblauch habe ich separat in einer Pfanne angebraten und untergerührt. Die Barbecuesauce darf bei kleiner Flamme jetzt noch etwa eine Stunde köcheln.

Parallel bereite ich die Gläser vor. Für Würzsaucen aus dem Glas verwende ich immer 230 ml Sturzgläser.

Hausgemachte Barbecuesauce sieht dann so aus.
  • Tipp: Die gespülten Gläser stelle ich immer in das Waschbecken und fülle sie mit kochend-heißem Wasser auf. Gleiches mache ich mit den Deckeln. Mit der Innenseite nach oben hierfür in eine Schüssel legen und übergießen.

Da ich für Tomatenketchup nie Tomaten entkerne, schon gar nicht häute – in und unter der Schale ist das gesunde Lycopin enthalten –, wird die Masse jetzt durchpüriert, abgeschmeckt, eventuell nachgewürzt und die Konsistenz geprüft. Optional könnt Ihr noch 150 ml Apfel- oder Orangensaft zugeben.

Dann kommt es darauf an, wie lange der Ketchup vorher kochte, beziehungsweise wie viel Saft die Tomaten enthalten haben. Das bestimmt jetzt die Konsistenz. Etwas zu dünn, dann kann man jetzt mit Geliermittel nachlegen, kurz aufkochen und jetzt wird nur noch der optionale Whisky angegossen.

Und dann heißt es nur noch in die Gläser abfüllen.

Der Backofen heizt in der Zwischenzeit auf. Das tiefe Blech ist halb mit Wasser gefüllt. Er wird auf 200 Grad vorgeheizt und dann werden die Gläser eingestellt. Auf 130 Grad herunterdrehen und etwa 35 Minuten „backen“. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. So zieht das Ganze zuverlässig ein Vakuum und ist, bei sauberer Verarbeitung, 1 Jahr mindestens haltbar.

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