Heidelbeersirup als leckere Zutat für Cocktails und Kuchen

Heidelbeeren im Garten und auf dem Balkon und Rezepte für Heidelbeer-Muffins und Pancakes
Heidelbeeren aus eigenem Anbau sind einfach toll. Gute Nachricht für Topfgärtner: Sie wachsen auch in einem Kübel sehr gut.

Blaubeeren – auch Heidelbeeren genannt – sind voller guter Inhaltsstoffe und schmecken herrlich süß. Sowohl in ihrer reinen Form als auch als flüssiger Sirup verfeinern die kleinen Beeren Kuchen oder leckere Cocktails. Der Fruchtsirup schmeckt nicht nur gut, sondern ist dank seiner Inhaltsstoffe auch als gesund einzustufen. Denn die reine Blaubeere enthält viele für den menschlichen Körper wichtige Antioxidantien und Mineralstoffe.

Wann die beste Zeit für Blaubeer(Sirup) gekommen ist

Ein großer Vorteil, den die Blaubeere mitbringt, ist ihr Anbaugebiet. Anders als andere Pflanzen wachsen die Blaubeersträuche auch in Deutschland und Österreich. Ein Botaniker namens Dr. Heermann baute die vielseitige Beere Anfang der 1930er Jahre erstmals an. Am besten gedeihen Blaubeeren übrigens auf sauren, nährstoffarmen und humosen Böden, wie sie überwiegend in Wäldern sowie Heide- oder Moorlandschaften zu finden sind. Rhododendronerde ist ideal für die Pflanzung, mit der die Sträucher selbst in einem großen Kübel gedeihen.

Die klassische „Blaubeersaison“ beginnt Ende Juli, also im Spätsommer und dauert bis September an. In dieser Zeit reifen an den stark verzweigten, immergrünen Sträuchern die Beeren mit blauem (heimische Wald-Heidelbeere) oder weiß-grünem (gängigere Kulturheidelbeere) Fruchtfleisch heran. Für Menschen und Tiere sind die Heidelbeeren eine wichtige Nahrungsquelle.

Die blauen Wunder schmecken nicht nur gut, sie sind auch medizinisch hochwirksam. Dies belegen die mittelalterlichen Kräuterbücher des Apothekers Tabernaemontanus und die medizinischen Weisheiten der Hildegard von Bingen. So ließen sich Heidelbeeren gezielt einsetzen, um Durchfallerkrankungen oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum zu lindern und die enthaltenen Anthocyane (der blaue Farbstoff) sind hochwirksam zum Schutz der menschlichen Zellen.

Heidelbeersirup selbst herstellen

Die blauen Gesundheitswunder schmecken in jeder Form, beispielsweise als herrlich süßer Heidelbeersirup, der auf Pancakes, als kühles Sommergetränk oder im alkoholhaltigen Cocktail auf der Zunge zergeht. Wer den Sirup selbst herstellt, hat sich die leckeren Rezepte anschließend redlich verdient.

Die Herstellung des Sirups ist nicht besonders aufwendig. Für einen aromatischen Blaubeersirup werden 400 Gramm Heidelbeeren, 400 Gramm Zucker, 400 ml Wasser und drei Zitronen benötigt.

  1. Die gewaschenen und abgetropften Beeren lassen sich für etwa eine Minute in einem Mixer zu Beerenbrei verarbeiten.
  2. Gemeinsam mit dem Zucker und Wasser wird der Beerenbrei in einem großen Topf für rund 30 Minuten aufgekocht. Fünf Minuten vor dem Ende der Kochzeit den gepressten Saft der drei Zitronen hinzugeben.
  3. Anschließend lässt sich die Mischung durch ein weitmaschiges Seihtuch filtern oder ungefiltert in ausgekochten Fläschchen abfüllen. Letzteres bietet sich an, wenn der Sirup als Dessertsoße verwendet werden soll.

Zu wenig Früchte oder sie haben gerade keine Saison, dann gibt es natürlich eine Alternative: den leckeren und bekömmlichen, sowie zusatzstofffreien und veganen Heidi Sirup. Dieser mit Traubensaft, Heidelbeersaft und Heidelbeerkonzentrat hergestellte Sirup verleiht Getränken oder Kuchen mit seinem fruchtigen Geschmack eine unverwechselbare Note.

 

Heidelbeer-Trauben-Sirup „Heidi“ zum Veredeln von gesunden Smoothies

Der fruchtige Sirup lädt dazu ein, Zuhause mit neuen und ausgefallenen Cocktail- oder Smoothie-Ideen zu experimentieren. Insbesondere kommen Kombinationen infrage, die mit der bewährten Verbindung von Trauben und Heidelbeeren harmonieren. Als alkoholfreie, gesunde Variante für jeden Tag versteht sich ein selbst gemachter Heidelbeer-Smoothie. Der Smoothie erfordert 200 Gramm Blaubeeren, eine Hand voll Erdbeeren oder eine halbe Banane sowie 300 Milliliter Milch. Bei Bedarf lässt sich die Milch durch Wasser oder eine vegane Soja-bzw. Mandelmilch-Variante ersetzen. Alle genannten Zutaten sind einfach im Mixer oder in einer Schüssel mit Pürierstab mischbar. Anschließend lässt sich der gesunde Smoothie nach Bedarf mit ein oder zwei Teelöffeln Heidi-Sirup verfeinern. Das verleiht dem gesunden Getränk eine noch fruchtigere Note.

Sommerzeit – Cocktailzeit: Heidelbeer-Gin zum Grillabend genießen

Wenn die Abende wieder länger werden, zieht es viele Menschen hinaus in den Garten. Die Hauptattraktion der schwülwarmen Sommerabende ist oftmals ein fröhlicher Barbecue-Abend im Beisein von Freunden und Familie. Doch mit den leckeren Cocktails am Tisch avancieren das marinierte Fleisch und der würzig-vollmundige Grillkäse beinahe zur Nebensächlichkeit. Die Rede ist von einem fruchtig-spritzigen Cocktail, angereichert mit dem intensiven Aroma der Heidelbeeren und Trauben. Für diese fruchtige Mischung kommt ein Heidelbeer-Gin-Fizz wie geschaffen.

Der Cocktail schmeckt an sommerlichen Abenden erfrischend kühl und liegt nicht so schwer im Magen wie Rotwein. Das prädestinierte Partygetränk lässt sich in weniger als zehn Minuten zubereiten. Neben dem schmackhaften Heidi-Sirup benötigt der Cocktail folgende Zutaten: Zwei Eiswürfel, drei cl Gin, 160 Milliliter Mineralwasser und natürlich frische Heidelbeeren oder Trauben als Deko. Um den Cocktail herzustellen sind alle Zutaten in ein Tumbler- oder Cocktailglas mit zwei Eiswürfeln zu füllen. Das i-Tüpfelchen auf der Kreation bilden die frischen Früchte am Glas.

Für Autofahrer und alle anderen, die keinen Alkohol trinken, kommt eine alkoholfreie Bowle als Alternative in Betracht. Eine Heidelbeer-Thymian-Limonade ist schnell und einfach hergestellt: Neben dem Sirup werden für dieses Rezept eine Zitrone, eine Handvoll frische Heidel- und Himbeeren sowie sechs Zweige Thymian verwendet. Alle Zutaten kommen in einen großen Krug mit 1,5 Liter Wasser und Eiswürfeln. Die fruchtig-würzige Bowle lässt sich anschließend in geeignete Gläser abfüllen und genießen.

50 ml Heidi-Sirup reichen  aus, um ein Dutzend Muffins zu verfeinern.

Für saisonunabhängige Kaffeepausen: Pancakes mit Heidi-Sirup oder Heidelbeer-Muffins mit Topping

Rezept für Heidelbeer Muffins
50 ml Heidi-Sirup reichen aus, um ein Dutzend Muffins zu verfeinern.

Für köstliche Heidelbeer-Pancakes sind nicht viele Zutaten vonnöten. Der Teig besteht aus 350 ml Milch, 200 Gramm Mehl und drei Eiern. Diese Zutaten lassen sich mit einer Prise Salz und zwei Esslöffeln Zucker zu einem glatten Teig verrühren. Im nächsten Schritt wird die erste Teigportion in der Pfanne auf eine Portion Heidelbeeren gegeben. Da die Heidelbeer-Pancakes in einer dicken Schicht am besten schmecken, sollte an Teig in der Pfanne nicht gespart werden. Sobald eine Seite leicht gebräunt erscheint, den Pfannkuchen wenden und die andere Seite garen. Beim Servieren kommt endlich der fruchtig-frische Heidi-Sirup zum Einsatz, der die Pancakes stilvoll verfeinert.

Anspruchsvolle Hobby-Bäcker wagen sich an die Heidelbeer-Muffins mit Heidi-Topping. Sie verwenden 100 Gramm Butter, zwei Eier, 60 Gramm Zucker und 175 Gramm Mehl. Hinzu kommt ein halbes Päckchen Backpulver, eine Prise Salz, eine Handvoll Heidelbeeren und 50 ml Heidi-Sirup. Zunächst ist die Butter gemeinsam mit dem Zucker und den Eiern in einer großen Schüssel zu verrühren. Anschließend das Mehl, Backpulver, Salz und Heidi-Sirup hinzugeben und ebenfalls verrühren. Die gewaschenen Heidelbeeren lassen sich mit einem Teigschaber unterheben.

Der fertige Teig ist in Muffinförmchen zu füllen und etwa 30 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze zu backen. Für das Topping sind 150 Gramm Butter, ebenso viel Frischkäse und 100 Gramm Puderzucker glatt zu verrühren. Drei, vier Esslöffel Heidi-Sirup können in das Topping untergerührt werden. Die abgekühlten Muffins lassen sich nach Belieben mit dem Topping und weiteren frischen Heidelbeeren schmücken.

Foto Heidelbeer-Muffins: Pixabay.com © sophkins (CC0 Creative Commons)

Foto Heidelbeeren: Pixabay.com/ © Nietjuh (CC0 Creative Commons)

 

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