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Natürliche (Stech-)Mückenabwehr für drinnen und draußen

Insektenschutz: Was gegen Steckmücken, Zecken und Co. natürlich hilft
Wie diese Tomatenpflanzen, so wehren einige Garten- und Balkonpflanzen Insekten wie Stechmücken ab. Aber auch bestimmte Öle und mechanische Hilfsmittel sind nützlich, um sich vor den Plagegeistern zu schützen.

Stechmücken, Bremsen oder Zecken können uns den Garten- und Naturgenuss schon ganz schön vermiesen. Zwar gibt es in der Apotheke oder Drogerie so manches Mittel mit chemischen Wirkstoffen, doch: Es geht auch anders: So werden lästige Insekten mit Pflanzen, Naturprodukten und technischen Lösungen abgewehrt.

Seit Jahren haben wir auf der Terrasse Duftpelargonien, die, am jeweiligen Ende aufgestellt, durch ihren herrlichen Zitrusduft Stechmücken abwehren. Auch die Wespen scheinen durch deren Duft eher ferngehalten zu werden, denn viele besuchen uns seitdem nicht mehr auf der Terrasse.

Mit Pflanzen Steckmücken abwehren

Natürliche Duftstoffe und ätherische Öle heißt die natürliche Formel der Stechmückenabwehr. Neben den Duftpelargonien gibt es noch andere Pflanzen für den Garten, den Balkon oder für das Schlafzimmerfenster, welche Stechmücken natürlich abwehren. Prima hierfür geeignet sind Lavendel, Rosmarin und Tomatenpflanzen sowie Zitronengras.Auch der hängende Weihrauch im Balkonkasten soll hilfreich sein.

All diese Pflanzen duften für die stechenden Insekten wohl derart stark, dass sie sich nur durch die Pflanzen vom Menschen meist fernhalten. Diese Pflanzen daher strategisch günstig an Sitzplätzen oder vor dem im Sommer geöffneten Schlafzimmerfenster zu platzieren, hält die lästigen Blutsauger sehr gut fern.

Mit ätherischen Ölen Stechmücken abwehren

Was die Pflanzen ganz natürlich machen, also blutsaugende Insekten zu vertreiben, das kann der Mensch mit den ätherischen Ölen von einigen Pflanzen nachahmen. Zitrusdüfte sind hier die bekanntesten Mückenvertreiber, gut bekannt als Zitronella- oder Citronellakerzen.

Genauso hilfreich sind Lavendelöl, Rosmarinöl, Thymianöl oder Minzöl, Eukalyptus-, Nelke-, Zedernholz- – alle kosmetik- oder lebensmittelgeeignet – und Neem-Öl. Am besten gibt man für die Anwendung dieser Öle ein paar Tropfen in ein Schraubglas mit neutralem Öl wie Oliven- oder Rapsöl und reibt damit unbedeckte Körperstellen ein. Tipp: Vorher austesten, ob man vielleicht mit Ausschlag oder Hautirritation reagiert, was bei ätherischen Ölen durchaus vorkommen kann.

Diese Öle zur Steckmückenabwehr finden sich auch in einigen hautfreundlichen Naturkosmetikprodukten wieder, die teilweise, wie Zedan Natürlicher Insektenschutz, auch für Haustiere geeignet sind und gegen Zecken, Stechmücken und Bremsen gute Wirkung zeigen. Tipp: Nicht alles was ein Hund verträgt, ist auch für Katzen gut. Hier ganz deutlich an die Produktinformationen halten!

Mechanische Stechmückenabwehr

Ein Klassiker für draußen sind UV-Lampen mit Stromdrähten, die Stechmücken gerade am Abend anlocken und töten. Leider sind die Lampen nicht unbedenklich für Nachtfalter.

Um die Wohnung gegen die stechenden Plagegeister abzusichern gibt es heute zahlreiche Mückengitter, -Türen oder –Vorhänge. Für ein Küchenfenster haben wir seit Jahren diese individuell kürzbaren und mit Klemmhalterung versehenden Gitter wie das hier: Mako® INSEKTENSCHUTZ FENSTER 100 x 120 cm ALURAHMEN WEISS + FLIEGENGITTER IN ANTHRAZIT – individuell kürzbar. Sie funktionieren wunderbar.

Tipp nicht nur für Mieter: Es gibt Systeme, etwa für Mückengitter an der Terrassentür, die man am Rahmen anschrauben muss. Das wird selten der Vermieter gut finden, noch ist es für die heutigen High-Tech-Kunststofffenster besonders vorteilhaft, denn ihre isolierende Wirkung könnte unter den Löchern leiden.

Eine spezielle Lösung für Dachfenster der Marke Velux – viele Dachfenster in Deutschland werden von dem Marktführer hergestellt, sind die Velux Insektenschutzrollos, die leicht montierbar sind und zuverlässig die Plagegeister draußen halten.

Ein Rezept für eine selbstgemachte, natürliche Steckmückenabwehr

1 normales Schraubglas (gut gespült, etwa 100 ml, bei entsprechend größeren Gläsern, die Zutatenmenge erhöhen)

ein paar Zweige Lavendel oder eine Handvoll Lavendelblüten

2 Nelken

Olivenöl zum Auffüllen

1 Zitrone

Die Lavendelzweige oder –Blüten grob schneiden und in das Glas füllen. Den ausgepressten Zitronensaft eingießen und die kleine geschnittene Zitrone und Nelken zugeben. Dann das Ganze mit dem Stiel eines Kochlöffels oder ähnlichem etwas zerdrücken, mit Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl auffüllen, vershcließen und 4 – 5 Tage ziehen lassen.

Dann nur noch das Öl durch einen Sieb gießen, wieder in ein sauberes Schraubglas geben und bei Bedarf dünn auf die Haut auftragen.

Dieses Rezept ist aus der wunderbaren Facebookgruppe: Erfahrungsaustauschgruppe für SelbermacherInnen.

Foto & Text: (c) Jürgen Rösemeier-Buhmann

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Eine Antwort

  1. Peter
    | Antworten

    Vielen Dank für diesen Artikel. Bis jetzt fand ich für drinnen auf jeden Fall Fliegengitter am hilfreichsten. Draußen habe ich es schon mit ätherischen Ölen probiert, war allerdings nicht so erfolgreich. Ich werde auch jeden Fall das Rezept ausprobieren.

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