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Auch für Nichtschwaben: Käsespätzle selber machen, Anleitung und Rezept

Käsespätzle selber machen Anleitung und Rezept
Spätzle und daraus Käsespätzle selber machen ist mit etwas Übung wirklich einfach. Das Endergebnis ist eine echte Belohnung für den Gaumen. So einfach ist es, Käsespätzle selber zu machen

Es ist recht einfach, Käsespätzle selber zu machen und lediglich mit einer schönen Schüssel Salat dazu, sind Käsespätzle eine schlichte, aber sehr schmackhafte Mahlzeit. Schnell und einfach hergestellt mit wenigen Zutaten, erhalten sie ihre typische Form mit Spätzlehobel oder -Presse, am besten allerdings geschabt. Wie man Käsespätzle  macht, Rezept und Anleitung.

Also grundsätzlich schmecken selbstgemachte Spätzle wirklich Lichtjahre besser, als die gekauften. Aber das ist ja mit vielen Lebensmitteln so. Man kann leckere Spätzle, schön gleichmäßig, mit einer ganz einfachen Spätzlepresse machen oder mit einem Spätzlehobel, der auf den Topf aufgesetzt wird. Speziell für Kasespätzle finde es nicht nur ich toll, dass man mit Brett und Messer – oder einem speziellen, handlichen Spätzleschaber mit Brett – schabt, aus dem einfachen Grund, die späteren, selbstgemachten Käsespätzle sind dann gerne ungleichmäßig groß. Das schmeckt erst richtig gut.

Auch wichtig: Nicht zu wenig Salz verwenden. Sowohl im Teig, als auch fürs Nudelwasser. Letzteres haben wir immer in einem großen Topf mit vier oder 5 Litern Fassungsvolumen und dort kommen etwa 2 Teelöffel Salz rein. Tipp: Salzkenner wissen, dass Salz nicht gleich Salz ist, geschmacklich wie vom tatsächlichen Salzungsgrad. Für gekochte Gerichte gibt es in der Muhvie-Küche gerne Himalayasalz, zum Nachwürzen klassisch Fleur de Sel, aber auch Lavasalz oder, soll es pikant sein, Chilisalz.

Das Mehl für selbstgemachte Käsespätzle. Hier ist ein spezielles Spätzlemehl eine gute, ja, sehr gute Wahl, da es bessere Klebeeigenschaften hat. Dadurch, nebenbei, auch gut für Eiernudeln wie Tagliatelle, auch der Nudelmaschine geeignet ist.

Der Teig für Spätzle sollte jedenfalls frisch geknetet sein. Steht er eine Weile, dann hat er durchaus die Konsistenz von Fensterkit. Für Spätzelepresse, erst Recht, für Spätzehobel, sollte er noch dünner sein, als zum Schaben.

Käsespätzle selber machen: So geht`s

für 4 Portionen 500 g Spätzlemehl, wahlweise 405er,

5 Eier (groß) oder 6 mittelgroße,

2 TL Salz,

etwa 300 g Bergkäse oder Emmentaler, gerieben, gerne auch gemischt,

etwa 8 mittelgroße Zwiebeln in Ringen (etwas Rapsöl zum Anbraten, ½ TL Salz, eine Prise Zucker, etwas frischer Pfeffer).

Käsespätzle selber machen Anleitung und Rezept mit Brett und Spätzleschaber
Käsepätzle selber machen, traditionell mit einem Spätzleschaber und Brett, wobei der Schwabe gerne einfach ein Brett und ein Messer hierzu verwendet.

Die Zutaten kommen in die Küchenmaschine und werden durchgeknetet. Nach und nach geben wir etwa 0,1 (zum Schaben) bis 0,2 L (zum Pressen oder Hobeln) Mineralwasser zu. Allerdings nur so viel, das der Teig sich zwar gerade noch durchrühren lässt, aber noch so zäh ist, dass er sich mit einem Holzkochlöffel locker 20 cm ziehen lässt. Ist er hierbei zu fest, dann schluckweise Wasser unterrühren. Danach schlage ich den Teig mit dem Kochlöffel durch, Ziehbewegung zu mir hin. Im Idealfall sieht man jetzt die eine oder andere Blase im Teig. Dann ist er perfekt. Für das Pressen oder hobeln sollte der selbstgemachte Spätzleteig etwas dünner sein.

Zum Schaben der späteren, selbtgemachten Käsespätzle benötigt man ein Holzbrett und ein großes Messer, nicht nur für Anfänger ideal: Ein hilfreicher Spätzleschaber, kleines, handliches Holzbrett inklusive.

Der große Topf mit gut gesalzenem Wasser steht parat. Einen Schöpflöffel des Teigs auf das angefeuchtete Brett geben, mit im Topf mehrmals angefeuchtetem Messer/Schaber glatt streichen (max. 1 cm dick) und los geht‘s mit dem Schaben. Fix hintereinander weg werden so Teigwürste in den Topf geschabt, nach 5, 6 Spätzle Schabwerkzeug erneut ins Kochwasser eintauchen. Sofort diese Portion der Spätzle vorsichtig durchrühren sonst haften die aneinander. Wenn sie hochkommen, abseihen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Das dauert pro Portion etwa zwei Minuten.

Das Brett vor jeder neuen Portion Teig etwas befeuchten. Das Schaben ist eine reine Übungssache, die Dicke Geschmackssache. Für Kässpätzle sind auch mal dicke Spätzle irgendwie lecker.

200-300 g Emmentaler und/oder geriebenen Bergkäse beim Schichten hinzu geben und parallel 7, 8 Zwiebel in Ringen in Rapsöl andünsten. Erst mit richtig „Gas“, dann auf das kleinste Kochfeld bei minimaler Hitze garen lassen. Ruhig auch eine halbe Stunde. Mit einer Prise Zucker, etwas Salz und frischen Pfeffer würzen.

Die Spätzle in der Auflaufform stehen im leicht warmen Backofen, zum Schluss den Rest Käse drüber und vor dem Servieren die Zwiebeln. Dazu ein Endivien- oder Feldsalat. Lecker! Alternativ: Wird im Allgäu auch mal zu Rumsteak beziehungsweise Zwiebelrostbraten gegessen.

P.S. Da ich auch kein Schwabe bin und nicht mit regelmäßig selbstgemachten (Käse)Spätzle aufgewachsen bin, sehen die Teigwaren bei mir alles andere als perfekt aus. Aber wer will schon perfekt. Schmecken soll es 😉

Text & Fotos: © Jürgen Rösemeier-Buhmann

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