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Tomaten ausgeizen und Blätter kappen: Wie das geht und warum man das macht

Tomaten ausgeizen und Blätter entfernen, eine Anleitung
Tomaten ausgeizen und Blätter entfernen, eine Anleitung wie man es einfach aber richtig macht. Rechts: Der Hauptaustrieb, der bereits Blüten trägt. Links darunter geht ein Blattaustrieb weg, und genau in dieser Achsel ist der bereits mehrblättrige Geitztrieb. Daumen und Zeigefinger ansetzen und einfach ausbrechen. Spätestens 1 x die Woche sollte man die Tomaten auf Geiztriebe kontrollieren. Tipp: Wenn Geiztriebe schon etwas länger sind, dann kann man sie auch nutzen, indem sie entweder sofort in die Erde gesteckt werden oder in ein Wasserglas zum Wurzeln und später eingepflanzt gestellt. Gratistomatenpflanzen sind das Ergebnis!

Tomaten geizen oder ausgeizen – kennt das jeder? Warum macht man sowas, was bewirkt das und wie geht das überhaupt? Tomaten ausgeizen: Ganz einfach und sinnvoll. Und hat man das gemacht, dann werden auch gleich noch so nach und nach Blatttriebe entfernt. Wieso, weshalb, warum und bei welchen Sorten.

Endlich wachsen sie, die geliebten Tomaten aus der eigenen Anzucht oder vom Händler. Man kann den Tomatenpflanzen fast schon zuschauen, wie sie sich jetzt an den länger werdenden, warmen Tagen in die Höhe recken. Und da soll ich jetzt anfangen was wegzunehmen? Was der Fachmann Tomaten ausgeizen nennt hat seine Gründe. Ja, gleich mehrere.

Tomaten ausgeizen: Warum man das macht

Standet Ihr auch schon mal so im September vor einer Eurer Tomaten und dachtet? Was ein Wildwuchs! Triebe über Triebe, die dünn und wild durcheinander gen Himmel wachsen. Nicht mehr zu bändigen, der sauber ausgegeizte Nachbar trägt viel mehr Früchte und krank sind sie dann auch noch. Tomaten ausgeizen hat gleich mehrere Gründe. Zum einen fördert es einen kräftigen Wuchs und sorgt für Überschaubarkeit. Wer Geiztriebe entfernt, korrigiert etwas den Ausbreitungsdrang der Mittel- oder Südamerikaner. Was dort eher nebensächlich ist, ist bei unserem Klima essentiell. Denn die Anbauphase von Tomaten ist hierzulande doch eher kurz und es dauert nicht allzu lange, bis schon wieder feuchtes Wetter Einzug hält, das der gefürchteten Kraut- und Braunfäule Tür und Tor öffnet oder die Saison so schnell vergangen ist, wie sie kam.

Wer Tomaten ausgeizt erzielt folgendes: Die unbändig wachsenden Geiztriebe – sind wuchskräftiger als der Haupttrieb – werden weggenommen und der Hauptrieb darf alleine wachsen. Dies ergibt kräftigere Pflanzen, die sich auf die Fruchtbildung konzentrieren. Auch hilft dieses Ausgeizen dabei, dass das Grün der Pflanze nicht allzu dicht wird. Werden die Pflanzen mal nass oder sind sie feucht durch den spätsommerlichen Dunst, der garantiert kommt, dann hilft das Tomaten ausgeizen dabei, dass das Blattwerk schneller trocknet. Ist dies nicht der Fall, dann ist jede noch so robuste Pflanze nur allzu schnell Opfer des Kraut- und Braunfäulebefalls. Diese Pilze lieben es, sich auf den noch nassen Blättern anzusiedeln.

Hier wurde das Ausgeizen verpasst... Da der Geiztrieb wirklich dick ist und bereits Blüten ansetzt, dann bleibt er eben dran. Die Tomatenpflanze wird dann wohl zwei Spitzen haben.
Hier wurde das Ausgeizen verpasst… Da der Geiztrieb wirklich dick ist und bereits Blüten ansetzt, dann bleibt er eben dran. Die Tomatenpflanze wird dann wohl zwei Spitzen haben. Wird alleine schon schwierig diese anzubinden, was wiederum die Gefahr birgt, dass, sollte der Trieb reich tragen, er unter Umständen auch abbrechen kann. Wir werden sehen. Ausbrechen bei der Dicke sollte man den Geiztrieb, sofern er doch weg soll, nicht! Dann sollte man ihn abschneiden, denn sonst läuft man Gefahr, dass die Tomatenpflanze bis in den Haupttrieb reißt.

Ist die Tomate jedoch ausgegeizt, trocknen nicht nur die Blätter schneller, sondern die Pflanze ist einfach robuster. Zumal wir ja kein Tomatengrün, sondern die roten, gelben, schwarzen oder grünen Tomaten ernten wollen. Apropos „Tomatengrün“. Neben dem Tomaten ausgeizen fängt man nun bereits an, das Blattwerk nach und nach auszulichten. Von unten her entfernt sorgt dies gleich für weitere Gesundheit der Tomatenpflanzen. Denn: Die Blätter nahe am Boden werden garantiert beim Gießen oder von verdunstendem Wasser nass. Gerade über Nacht oder an schwül-warmen Tagen geht die Feuchtigkeit nicht weg und Krankheitserreger haben es viel einfacher, sich hier „anzusiedeln. Wer die unteren Blätter an den Tomaten entfernt, minimiert das Erkrankungsrisiko.

Während Geiztriebe meist in den Blattachseln direkt am Stamm mit zwei Fingern ausgebrochen werden, so wird das Blattwerk abgeschnitten, und zwar maximal bis zur ersten Blütenrispe und mit ein paar Zentimetern Abstand zum Haupttrieb. Wer die robusten Blattstiele indes abreißt, der riskiert, dass man Risse am Hauptstamm bekommt. Und auch hier können dann Kraut- oder Braunfäuleerreger schnell die Pflanze befallen.

Tomaten ausgeizen und Blätter entfernen Anleitung
Bei Tomatenpflanzen werden ab etwa Juni regelmäßig die unteren Blätter entfernt. Wie man hier an der linken Pflanze sieht: Bis zur ersten Blütenrispe. Dies hat gleich merhere Vorteile.

Tomaten ausgeizen macht man übrigens nur bei üblichen Stabtomaten. Stabtomaten sind jene, die nur einen Haupttrieb bilden sollten und an einem Stab gut fixiert gezogen werden. Dies ist bei der überwiegenden Zahl der Tomatenpflanzen der Fall. Dies, also das Ausgeizen von Tomatenpflanzen, gilt allerdings nicht für sogenannte Wildtomaten oder Buschtomaten, meist als Balkontomaten verkauft, da recht kleinwüchsig. Da geizen wir dann mit dem Geizen, sprich: Alles bleibt dran. An Wild- oder Buschtomaten hat es bei uns dieses Jahr Yellow Grape, Early Wonder, Johannisbeertomate und Riesentraube. Um da noch durchzublicken und um nicht jedes Mal das Steckschild aus der Erde zu ziehen, um zu sehen, willst du ausgegeizt werden oder nicht, hängen jetzt kleine goldene Bändel an den Tomaten von alten Geschenkverpackungen von Weihnachten. Ach und dann habe ich noch eine Tomatensorte, die man mehrtriebig ziehen kann, da sie so mehr Ertrag bringt. Und auch noch eine Baumtomate, die, sofern vorhanden, ebenfalls mehrtriebig und am Spalier gezogen werden könnte. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte… Ach und, bevor ich es vergesse: Man kann aus Geitztrieben nicht nur wunderbar neue Gratistomaten züchten, die Geiztriebe zum Kohl gelegt, das soll auch den lästigen Kohlweißling abhalten. Diesesn weißen Falter, der mit Vorliebe auf Kohl wie den leckeren Kohlrabi seine Eier ablegt und die dann schlüpfenden Larven alles kahl fressen. Habe ich mal gelesen, getestet und es funktioniert.

P.S. Das Tomaten ausgeizen und Blätter entfernen hat übrigens noch einen weiteren Effekt: (Zu) dicht gesetzte Tomaten wachsen nicht ineinander, womit wir wieder beim krankwerden wären, das verhindert wird.

Wer die Pflanzen ab der ersten Blüte mit wertvollen Mineralien versorgen möchte und gleichzeitig garantiert natürlich düngen will, der setzt jetzt auf Brennnesseljauche. Stinkt zwischendurch etwas, aber es „schmeckt“ den Tomaten wirklich. Als Pulver gibt es die Pflanze z.B. von Neudorff. Ist übrigens für alle Starkzehrer wie Gurken, Zucchini oder Kürbis optimal.

Danach und für die Düngung ab den ersten Früchten, so ab Ende Juli, setze ich Beinwell an. Denn Beinwell sorgt mit einer anderen Zusammensetzung wie die Brennnesseljauche dafür, dass sich schöne, aromatische Früchte bilden. Mit dem Produkt der Firma Dr. Schacht (gibt aber auch andere Hersteller) haben wir im Muhvie-Garten gute Erfahrungen. Und das Pulver hält ewig, wir haben noch genügend vom letzten Jahr. Beinwell-Pulver gibt es z.B hier:

Mit diesen zwei Pülverschen kann man jedenfalls hervorragend und effektiv natürlich düngen. So, verständlich, das mit dem Tomaten ausgeizen? Wenn nicht, einfach eine Mail an redaktion (at) muhvie.de (auch wenn ich mal zwischendurch im Urlaub bin).

Text & Fotos: (c) Jürgen Rösemeier-Buhmann

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24 Antworten

  1. Paul
    | Antworten

    Tochter schenkte mir eine erste Tomatenpflanze. Lerne hier auf der Webseite. Ich finde aber nirgendwo, ob Ausgeizen heißt, auch in einer Traube Tomaten herausnehmen (Ausgeizen), damit die verbliebenen Früchte kräftiger werden.
    MFG, Paul.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Paul, diese Methode habe ich jetzt auch bereits mehrmals gelesen, sprich, die ersten angesetzten Rispen auszuschneiden. Macht für mich aber echt keinen Sinn. Ich schneide da nichts ab. Diese Idee kommt wohl von dem Ausknipsen der sog. Königsblüte bei Paprika und Chili. Dies ist die 1. Blüte der jungen Pflanzen, die immer in der ersten Verzweigung der Pflanzen entstehen. Da heißt es, dass der Ertrag später besser wäre. Ich hab`s getestet. Mit keinem nennenswerte Unterschied bei 2 Chilis der gleichen Sorte. Also wird auch da nix ausgeknips/ausgegeizt, wie auch immer. 🙂 Ergo: Dranlassen und auf die 1. Tomaten freuen. Viel Erfolg und eine reiche Ernte! 🙂 Jürgen

  2. Christina
    | Antworten

    Super viele Tipps, danke dafür! 😀
    Meine Tomaten tragen nun die ersten kleinen Blüten. Gestern habe ich eine Brennesseljauche angesetzt, allerdings denke ich, dass die Pellets eine angenehme Alternative darstellen und werde vermutlich weiterhin darauf zurückgreifen. Wie oft kann ich mit der Brennesseljauche düngen und wie lange sollte ich das tun? Wann ist der Zeitpunkt gekommen mit Beinwell zu düngen? Dünge ich dann weiterhin mit Brennesseljauche, oder ab dem Zeitpunkt nur noch mit der Beinwelljauche? Kann ich mit den beiden Jauchen neben den Tomaten (Topf) auch Kürbis (Beet), Mais (Beet), zucchini (Hochbeet), Aubergine (Beet), Paprika (Beet) und Brokkoli (Hochbeet) düngen?
    Viele Grüße

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Huhu Christina, vorab: Ja, du kannst die anderen Pflanzen auch damit düngen. Dem Brokkoli würde ich es vielleicht noch etwas verdünnen… Ich rühre mir den Dünger so alle 10 Tage neu an, um 1 x durchzudüngen. So als Faustregel steige ich so etwa beim ersten Fruchtansatz um. Aber jetzt Pi x Daumen. Da meine Tomaten teilweise bereits bis auf Brusthöhe gewachsen sind, habe ich jetzt (testweise) Brennnessel mit Beinwell gemischt. Gab es von Anfang an. Den Mix gibt es nächste Woche nochmal, dann genügt es mit Brennnessel. Beinwell enthält ebenfalls den wachstumsfördernden Stickstoff, nur wohl etwas weniger, dafür das für die fruchtbildende wichtige Kalium mehr… Aufgrund der bereits sehr guten Größe reduziere ich daher die wWchstumsförderung. 🙂 Aber wie gesagt… so nach Gefühl. Hilft das irgendwie? 🙂 Viel Erfolg! Jürgen

      • Christina
        | Antworten

        Danke für die schnelle Rückmeldung. Ich werde das Düngen genau so nachmachen. 😀
        Vielen Dank
        Christina

  3. c.roe
    | Antworten

    Hallo, vielen Dank für die Info.
    Jetzt hab ich an meinen beiden Tomatenpflanzen entdeckt, die ich hätte ausgeizen sollen 😉 An diesen Trieben entwickeln sich jetzt aber auch Blüten. Beides sind keine Buschtomaten: eine heißt Mini Marzano und die andere ist eine Eiertomate. Was soll ich denn jetzt tun? Warten ob sich an den sog. Geiztrieben wieder Fruchtstände entwickeln, oder nicht nachdenken und die Millimetertriebchen gleich kappen. Danke schön.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo c.roe,
      ach, das passiert mir auch ab und an. 🙂 Marzano und Eiertomate (habe ich auch), sind eher klassische Stabtomaten… Hm, wie viele blühende Geiztriebe hast du? Wo sitzen die Pflanzen? Also bei ein, zwei Geiztrieben mache ich mich nicht verrückt, wenn die schon arg weit ausgetrieben haben und, wie in deinem Fall, bereits Blüten ansetzen. WENN du die irgendwie bändigen, sprich aufbinden kannst und es nur wenige sind, kannst du versuchen, sie beizubehalten. Die Geiztriebe fruchten genauso, werden identisch so hoch wie der Haupttrieb der Tomate. Oft ist das dann ein Platzproblem wie schwierig mit Stangen o.ä. zu bändigen. Wie gesagt: Ich habe ein paar Tomaten, ebenfalls mit Geiztrieben die nun wachsen (dürfen). Wird aber im, wenn auch großzügigen Topfgarten bereits ab 2 echt schwierig. Noch mehr sowieso. Im Zweifelsfall kannst du die aber ohne Probleme rausschneiden. Lass in diesem Fall 1, 2 cm vielleicht zum Haupttrieb vom Stängel stehen.

      • c.roe
        | Antworten

        Vielen Dank für die Antwort. Die Pflanzen sitzen in einem 30 l Topf an einer Hauswand Richtung Süden. Haben Dachüberstand vom Haus. Ich glaub es sind an der Marzano ca 3 Geiztriebe mit Blüten…… Wenn die Geiztriebe genauso fruchten, dann wäre ich doch dumm, wenn ich sie abknipsen würde, oder? Bekommt die Pflanze sorgfältig Dünger, dann schaffen wir das…..oder verstehe ich das eigentliche Problem nicht. Danke – sonnigen tag wünsch ich

        • Jürgen Rösemeier-Buhmann
          | Antworten

          Genauso kannst du es machen. 🙂 Ich habe an manchen Tomaten jetzt auch mal 1, mal 2 Geiztriebe belassen. Es gibt übrigens sogar die bewußt gewählte Technik, Tomaten 2- oder 3-triebig für mehr Ertrag zu ziehen. Bei genügend Platz und guter Versorgung ist das in der Regel kein Problem. 🙂 Lieben Dank und wünsche ich auch! Noch dazu jede Menge Tomaten!

          • c.roe
            |

            Sorry heute erst gelesen…Platz spielt keine Rolle (ähnlich wie Geld) Spass beiseite 🙂 Herzlichen Dank für die Infos. Auch wenn es jetzt doof klingt: GsD hab ich keine Brennnesseln mehr. Ich mach die Jauche auch nie wieder, weil ich mir definitiv die Seele aus dem Leib erbreche, bei dem Geruch. Ich pack das leider gar nicht. Habe von Pellets gelesen…probiere ich. Jetzt kriegen sie einen Flüssigdünger für Gemüse…was anderes habe ich nicht. Wenn die zukünftigen Tomis nur nen Hauch von Brennesseljauche haben sollen würden, müsste ich sie verkaufen. Flüssigdünger ist nicht der wahre Hit, ich weiß…da ich aber ein sehr gutes Geruchsgedächtnis habe….mir ist schon wieder übel 🙂 Insgesamt herlichen Dank, der Blog ist sehr gut. Schöne Pfingsten – hier soviel Regen, dass ich die Zisterne, bzw. mittlerweilen Brauchwasser nicht bemühen muss.

          • Jürgen Rösemeier-Buhmann
            |

            Hallo! Ja, wenn du Brechreiz bekommst, dann ist es nicht das Richtige… 🙂 Ach, die Flüssigdünger gehen schon auch. Hm, wie hieß der… Bio-Dünger von Naturen? Den hatte ich jedenfalls anfangs und die Tomaten gedeihten. Plus – immer – feine Hornspäne (lösen sich besser als die groben Schnipsel), Urgesteinsmehl (kann auch nachträglich drauf) und Kompost. Wenn du den auch nicht hast: Gibt es auch zu kaufen. Dann aber darauf achten, dass es keine KompostERDE ist (Nepp, kaum Power drin, jede Menge unnützer Torf). Ich teste dieses Jahr (weil auch keine Kompost dank Umzug) „Bodenverbesserer“ vom Globus Baumarkt. 1:1 Kompost und Holzfasern (speichert gut Wasser). Bin äußerst zufrieden mit den Ingredienzien in den Tomatenkübeln. Auch Kompost ginge nachträglich eine Lage auf die Erde auszubringen… Und lieben Dank! Für das Lob und die Wünsche. Es hat geregnet alles schön Nass und die Zisterne ist sicher wieder gut gefüllt. 🙂 Dir auch noch schöne Pfingsten!

  4. Robert Rheinert
    | Antworten

    „Ausgeizen“ höre ich (*1925) schon seit früher Kindheit; wozu das aber gut sein soll und wie und warum man es überhaupt tun soll, habe ich erst HIER erfahren. Für Deine klare und einleuchtende Erklärung bin ich Dir sehr dankbar, Jürgen. Nun versuche ich mich allerdings auch erst seit einem halben Dutzend Jahren mit dem Tomatenanbau. Ich hoffe, dieses Jahr mit mehr Erfolg als bisher. Dabei geht es mir um die »Schwarze Krimtomate«. Drücke mir bitte Deinen Grünen Daumen – Robert

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Robert,
      lieben Dank für Dein Lob und meinen allergrößten Respekt, dass Du in Deinem Alter noch so fleißig gärtnerst! Ja, die Schwarze Krim ist eine tolle Tomate, haben wir auch! 🙂 In einem guten Tomatenjahr (was es letztes jahr für uns nicht war), sollte Dir der Erfolg sicher sein! 🙂 Viel Erfolg und Grüße Jürgen

  5. Uwe
    | Antworten

    Man kann alt werden wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.

    Sehr gut und verständlich alles beschrieben.

    Doch ich vermisse, wann nach welchem Fruchtstand 5 oder 6 Fruchtebenen die Tomatenpflanze nach oben „geköpft“ wird um ein weiteres Höhenwachstum zu unterbinden.

    Frage nun dazu, ist es notwendig und dann konkret nach wie vielen „Fruchtebenen“

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Uwe,
      lieben Dank und, nebenbei, als Gärtner lernt man immer dazu! 🙂 Ich habe das #Kappen von #Tomaten bewußte nicht erwähnt, da es hier verschiedene Meinungen gibt. WENN gekappt wird, dann heißt es entweder nach den von Dir beschriebenen 5, 6 Rispen. ODER: Etwa Mitte September. Ich hatte allerdings schon Tomaten, die mehr als 5, 6 Rispen hatten. Diese hätte die Tomate mit dem Kappen nicht ausgebildet… Dann: Wenn du einen tollen Spätsommer hast, dann kommen weitere Früchte bis in den Oktober, etc. Ich halte es mit dem Kappen (wenn ich es mal mache) so: 1. Kleinfruchtige Tomaten kappe ich nie. Die können ratz fatz ausgebildet werden, Ergebnis: Ich habe schon Ende Oktober noch Cocktailtomaten geerntet. 2. Hast du richtig große Fleischtomaten, dann kann man sie vielleicht Anfang Oktober kappen. Etwa ein Blattpaar über der zuletzt ausgebildeten Rispe. Bei diesen Tomaten (außer ausdrücklich sehr späte Sorten) kommt dann eh nichts „Neues“. 3. Wenn die Tomate einfach viel zu groß wird, was wiederum Sorten-, Standort-, Wetter- und DÜngerversorgung-abhängig ist. Ich habe mit dem „Kappen oder nicht“ keine sonderlich großen Unterschiede bemerkt. Kann ich sie allerdings nicht mehr anbinden, dann mache ich das ab und an… Tipp: Probiere es für die mal im September aus, sofern du von einer Tomatensorte mindestens 2 hast. Eine kappen, eine nicht und verlgeichen. So mache ich das im Zweifelsfall mit meinem Gemüse immer. 🙂 Viele Grüße Jürgen

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Ach und… Geht das Tomatenjahr aus und du hast noch Früchte an den Pflanzen: Nicht mit dem Düngen aufhören. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit des Ausreifens. Unreife Früchte lasse ich im Zweifelsfall eh drinnen nachreifen. Pur nicht mehr so toll, aber gekocht nochmal wunderbar. 🙂

  6. Sabine
    | Antworten

    Hallo,
    ich ziehe zum ersten Mal Tomaten. Ich ahbe 20 „alte“ Sorten. Teilweise haben sich riesige Blätter entwickelt und das Tomatenhaus ist ziemlich undurchdringlich geworden dadurch. Kann ich die Blätter „halbieren“? Die Stabtomaten werden regelmäßig ausgegeizt.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      sorry, der Kommentar ging unter, da die Spamprüfung spinnt :-/ Immer einfach kräftig ausdünnen. Am Besten von unten nach oben und Laub, das zu dicht sitzt…

  7. Thorsten
    | Antworten

    Hallo

    Erstmal ein großes Lob an deine Seite, die mir als Anfänger viele wertvolle Tipps gegeben hat.
    Zu meiner Frage: Ab wann beginne ich mit dem ausgeizen? Meine Pflanzen sind noch klein (5-10cm). Muss ich jetzt schon etwas wegschneiden?

    Grüße
    Thorsten

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Thorsten, das freut mich, dass du hier fündig wirst und lieben Dank für dein Lob! 🙂 Bei der von dir beschriebenen Größe wollen wir erstmal, dass die Tomatenpflanzen groß und kräftig werden. Da wird erstmal gar nichts entfernt. Da gibt es auch noch keine Geiztriebe. Die entwickeln sich erst in ein paar Wochen, ich schätze mal, so um die erste Blüte herum. DANN gibt es die Geiztriebe, wie man einen im ersten Bild sieht. So als Faustregel: Blätter entferne ich erst, wenn die Pflanze einen Meter oder gar größer – sortenabhängig – ist und bereits die ersten Früchte trägt. Viel Erfolg!

  8. Uschi Hammer
    | Antworten

    Habe heuer Cuore di Bu (Ochsenherz-Tomaten) selber gezogen, finde aber bei diesem Beitrag nicht, ob diese ausgegeizt, werden sollen. Habe es zwar gemacht, würde mich aber interessieren, ob es richtig war. Noch eine Anmerkung: habe 4 Stück auf dem Balkon in großen Kästen!
    Grüße Uschi

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Uschi, spät, aber ich antworte nach meinem Urlaub 😉 Als am besten eintriebig gezogene Tomate, besser ausgeizen. Ausgeizen (ausser bei Wild-/Buschtomaten) hilft im Zweifelsfall eh immer, Krankheiten vorzubeugen. Und bei einer Fleischtomate ist es sehr hilfreich, da es sonst schwer wird, die mehrtriebige Pflanze mit den schweren Früchten abzustützen. Viel Erfolg mit der Selbstgezogenen 🙂 LG, Jürgen

  9. Daniel
    | Antworten

    Gegen die braunfäule soll auch ein spritzen mit 1,5 prozentiger Milch helfen ab Mitte Juli. Das muss allerdings nach jedem regen geschehen. Durch den feinen fettfilm kann sich der Pilz wohl nicht ausbreiten. Habe ich von einer Gärtnerin mit über 600 tomatensorten mir sagen lassen 😉 wäre doch toll.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Daniel, danke für die Anregung! Ja, das mit der Milch habe ich auch bereits von einigen Seiten gehört und wird unbedingt ausprobiert, sollte der fiese Pilz den Tomaten dann doch an den Kragen will 🙂 Ich habe allerdings auch gelesen, dass ein höherer Fettgehalt gut wäre. Hm, wird gegebenenfalls einfach mal ausprobiert! Vorsorglich werden jedenfalls die Blätter gestärkt, in dem ich Ackerschachtelhalmbrühe spritze. Dieses auch als Zinnkraut bekannte Grün stärkt die Blätter und macht sie unempfindlicher gegen Pilzbefall. Siehe: http://www.muhvie.de/mehltau-hausmittel-tomate-gegen-krautfaeule-vorbeugenund-wenn-die-gurke-krank-ist-2/ Wer dies in der Natur nicht findet – man kann es auch mit dem wohl wirkungslosen Sumpfschachtelhalm verwechseln -, das Kraut gibt es auch in Pulverform. Viele Grüße, Jürgen

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