Smart Garden-Systeme oder wie das angesagte Indoor-Gardening funktioniert

Modulo Smart Gardening System fürs Indoor, vertikale Gärtnern
Modulo vom französischen Hersteller Prět à Pousser ist ein beliebig erweiterbares System, mit dem vertikales Gärtnern in den eigenen vier Wänden spielend gelingt. Die einzelnen Module sind aber auch aufstellbar, etwa auf der Arbeitsplatte oder dekorativ im Wohnzimmer. Foto: © Prět à Pousser

Home Gardening, Indoor Gardening, Smart Gardening – es gibt heute bereits mehrere Begriffe für das, was total angesagt ist: Kräuter, Salate und Gemüse das ganze Jahr unter idealen Bedingungen in den eigenen vier Wänden anzubauen. Das reicht vom Set für drei Pflanzen bis hin zu Profi-Systemen für Zuhause und die Gastronomie für jede Menge knackige Salate, Gemüse, Kräuter und Microgreens. Immer frisch und unbehandelt. Eine Übersicht.

Kein Garten, auch kein oder zu kleiner Balkon und es ist schlicht lange Zeit bei uns viel zu kalt, um draußen etwas anzubauen und die Erkenntnis von auf der Fensterbank spätestens in der dunklen Jahreszeit kümmernden Basilikum? Smart Garden-Systeme gewinnen an Beliebtheit und immer mehr ausgeklügelte Systeme für den ganzjährigen Anbau von Kräutern, Salaten und allerlei Gemüse in den eigenen vier Wänden kommen auf den Markt. Die kleineren Gerätschaften (die habe ich hier nicht vorgestellt) ermöglichen eine gelegentliche Ernte von Salat, das regelmäßige Zupfen von ein paar Kräutern für den täglichen Bedarf oder den Anbau von Microgreens. Bei größeren Geräten geht indes mehr und die richtigen Profilösungen sorgen für einen reich gedeckten Tisch und finden sogar im Gastrobereich ihre Verwendung für ultrafrisches Grün. Es gibt allerdings auch Lösungen, die für das Indoor Gardening nicht unbedingt gedacht sind, aber doch geeignet sind. Im Verlauf des Textes hierzu mehr.

Die Frage der Kosten oder Fragen der Philosophie

Also billig ist das oft nicht, was da an Smart Gardening-Systemen angeboten wird. Knapp unter 100 Euro geht ja noch (manche sind sogar günstiger), 250 Euro und mehr klingt schon happiger und wird es richtig professionell mit App- und Chip-gesteuerten, völlig automatisierten Gerätschaften, die wie ein Weinkühlschrank aussehen, geht es auch mal an die 3.000 Euro (Schmerz-)Grenze. Ein Beispiel hierfür stellt der innovative PlantCube deutscher Entwickler dar. Der vollautomatisierte Gewächsschrank wurde 2019 endlich zur Serienreife gebracht und vorgestellt.

Wie interessant dieses Angebot ist, das zeigt die Tatsache, das Miele Venture Capital GmbH sich an dem Projekt vor einem Jahr beteiligt hat. Warum? Weil wir eine Diskrepanz haben. Einerseits wollen immer mehr Verbraucher sich frisch, gesund und nachhaltig ernähren möchten ohne die allseits präsenten Fragen von Pestizideinsatz, Fernreisen von Lebensmitteln, Regionalität und Saisonalität. Andererseits ist da der Mangel an Gärten oder anderen Flächen für den Gemüseanbau dank der Urbanisierung der Gesellschaft. Das ermöglichen solche Smart Gardening-Systeme, zumindest zum Teil.

Doch ich finde, dass es auch einen pädagogischen Mehrwert hat, neben der Herkunfts- und Frischefrage. Vor allem Kinder lernen so, dass Obst und Gemüse nicht im Supermarkt wächst, sehen, wie lange etwas braucht, bis wir es genussvoll in unsere Mahlzeiten einbauen. Vielleicht so mancher Erwachsener auch. Im Idealfall entwickelt sich sogar mehr Respekt vor Lebensmittel, die dann weniger leichtfertig weggeworfen werden, Stichwort Lebensmittelmüll.

Eines ist sicher: Wer es noch nicht kennt, der wird Gemüse und Kräuter, die man eben frisch geerntet im Handumdrehen auf den Teller bringt, lieben. Jeder muss für sich entscheiden, ob er oder sie Geld in so etwas investiert. Nur der kleine Hinweis: Wer einen mehr oder minder großen Garten hat weiß, dass man darin jede Menge Geld „verstecken“ kann. Ob sich das lohnt? Nicht immer, wenn man es rein monetär sieht. Aber ich bringe da mal ein Beispiel: Wie sagte mal der Besuch bei unserer 89-jährigen Nachbarin: „So einen Blödsinn (Salat aus Samen selbst anbauen, ich stand gerade erntend am Hochbeet) habe ich früher auch gemacht! Aber wenn man den bei Aldi für 30 Cent bekommt, spare ich mir die Arbeit.“ Sagt es, geht von dannen und weiß nicht mehr wie frisch geernteter Salat im Vergleich schmeckt. Mal abgesehen, dass etwa Blattgemüse jeden Tag ab der Ernte 50 Prozent der Vitalstoffe abbaut. Und genau darum geht es auch bei den Smart Gardening-Systemen. Letztlich ist es eine Einstellungsfrage.

Eine Auswahl von Smart Grow-Systemen findet Ihr hier.

Im Folgenden ein Überblick über die Funktion und ein paar Smart Gardening-Systeme im Überblick, die es mittlerweile wie erwähnt sogar für den Gastro-Bereich gibt.

Mit LED-Beleuchtung Tageslicht nachahmen & Samen systematisch anbauen

Indoor Gardening und das Lichtproblem
Indoor Gardening und das Lichtproblem: Nicht einmal auf der Fensterbank ist ausreichend Licht für die Anzucht von Gemüse. Was vielleicht gerade noch für den Basilikumtopf ausreicht, ist für das meiste Grünzeug einfach zu wenig. Auch und gerade in der dunkleren Jahreshälfte. Foto: Pixabay.com/Pexels

Alle Indoor Gardening-Systeme haben eines gemeinsam: Pflanzen wachsen unter sparsamer LED-Beleuchtung, die das Tageslicht nachahmt. Manche Systeme haben sogar eine Keim- und Wachstums- beziehungsweise Blüteeinstellung in der, je nach Modus, optimiertes Licht für diese Phase zur Verfügung steht.

  • Beispielrechnung Stromkosten: Die kleineren Indoor Gardening-Systeme haben eine Leuchtkraft von unter 20 Watt. Nehmen wir eines der Systeme (wiederum Bosch) mit 14 Watt und 14 Stunden Leuchtdauer (die sind nötig), dann ergibt sich: 14 (W) x 14 (h) x 365 (T) = 71.540 Watt/71,54 kWh. Bei einem aktuellen Strompreis von 30,91 ct./kWh sind das 22,17 Euro Stromkosten. Ich persönlich finde das okay bei einer ganzjährigen Ernte von sehr frischem Gemüse und Kräutern mit vollem Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen.

Zahlreiche Systeme arbeiten mit fertigen Samenkapseln, die entweder Erde oder ein anderes, aufgedüngtes Substrat enthalten oder aber hydroponisch ohne Substrat. Dann ist zwar eine Nährlösung unabdingbar, dafür soll das Grün, je nach Angaben des Herstellers, 3 – 5 Mal schneller wachsen. Ein Indoor Gardening-System ermöglicht es, sogar die günstigeren Samen aus dem Gartencenter plus Wachstumsmedium zu nutzen. Das kommt in Sachen Folgekosten günstiger.

Praktisch alle Smart Gardening-Systeme haben eine „Plug-In“-Samenlösungen, die etwa zwischen drei und sieben Euro pro Pflanze kosten. Klingt zunächst teuer, etwa für Schnittsalat (um die 3 Euro) doch Vieles ist ja mehrmals aberntbar oder, im Fall der Kräuter, nimmt man nicht alles auf einmal. Die Samen kommen gleich mit Substrat oder Wachstumsunterlage und quasi zum Einstöpseln daher. Wasser dazu, zeitgesteuerte Beleuchtung einstöpseln.

Apropos Wasser: Alle Systeme haben einen großen Wasserspeicher, welcher in der Regel die Pflanzen für zwei Wochen versorgt. Nährstoffe werden bei substratfreien Systemen zusätzlich zugegeben (werden mitgeliefert).

Mit Smart Gardening schneller ernten und gesünder als gekauft

Zahlreiche Hersteller dieser Smart oder Home Gardening-Systeme versprechen eine vier- bis fünf-Mal schnelleres Wachstum der Pflanzen, verglichen mit der Garten- oder Topfkultur. Nach vier bis sechs Wochen kann so vieles bereits geerntet werden. Chili oder beispielsweise benötigt allerdings länger. Die optimale Beleuchtung und natürlich auch die gleichmäßigen Raumtemperaturen machen das möglich. Zudem soll das Grünzeug ein vierfaches an Vitaminen parat halten (sagt z. B. Bosch), verglichen mit gekaufter Ware. Was bei der Tatsache, dass sie mehr oder minder weit in den Supermarkt reisen und dort durchaus einige Tage verweilen kein Wunder ist.

Das Sortiment an Pflanzensamen liegt bei jedem Anbieter bei so 30 – 50 verschiedenen Pflanzen. Die Auswahl reicht von heimischen Kräutern wie Schnittlauch und Petersilie über Mediterranes wie Basilikum und Oregano bis hin zu verschiedenen Salatsorten. Manch Anbieter hat auch Mini-Tomaten, -Chilis und -Paprika oder Blühpflanzen beispielsweise für Tees oder als essbare Salatdeko im Sortiment.

  • Tipp: Wer hierin Tomaten, Chilis und Paprika anbaut: Immer mit dem Finger die offene Blüte selbst bestäuben (1x mit der Fingerspitze gut durchfahren; sollte Blütenstaub zu sehen sein), da helfender Wind und/oder Bienen ja bekanntlich Indoor fehlen.

Bosch SmartGrow: Eine runde Sache

 

Kugelrund sind die Smart Indoor Gardening „Smart Grow“-Systeme von Bosch. Hier gibt es zwei verschiedene Ausführungen, Smart Grow 3 oder Smart Grow 6 (wie abgebildet), in denen drei beziehungsweise sechs verschiedene Pflanzen hydroponisch ohne Erde wachsen. Bei Smart Grow 6 können via App (nur IOS) allgemeine Informationen zu den Pflanzen abgerufen werden. Dessen Beleuchtung ermöglicht zudem spezielle Lichtsituationen, von der Keimphase über die Wachstumsphase bis hin zur Urlaubsfunktion. Letzteres ermöglicht ein geringeres Wachstum, was bei einem 14-tägigen Urlaub durchaus sinnvoll ist. 

  • Tipp: Das Wasser reicht bei allen Systemen für einen Urlaubstrip aus. 

Die Wassertanks fassen ein beziehungsweise drei Liter, was zwei bis drei Wochen halten soll. Fehlt Wasser, dann wird das bei allen hier gezeigten Systemen angezeigt.

Cool und praktisch bei beiden Smart Garden-Systemen: Die höhenverstellbare Beleuchtung, die sich dem Wachstum der Pflanzenanpasst.

Boschs Smart Grow 3 hat eine unverbindliche Preisempfehlung von knapp über 140 Euro, Smart Grow 6 liegt bei 240 Euro. In zahlreichen Shops gibt es Smart Grow 3 wie Smart Grow 6 günstiger. Smart Grow 3, gesehen bei Amazon:94,99 €.

Mittels zusätzlichem Einsatz kann man unter den LEDs auch Microgreens anbauen, die in nur wenigen Tagen erntereif sind.

Emsa Smart Garden: Click & Grow

 

Emsa Click & Grow Smart Garden gibt es für drei oder neun Pflanzen (siehe Bild). Insgesamt sind bis dato mehr als 40 verschiedene Pflanzenarten erhältlich. Neben klassischen Küchenkräutern wie Basilikum und Schnittlauch gibt es Kopfsalat, Rucola, Tomaten oder Chili. Besonderheit: Erdbeeren, die aber eher als Gag anzusehen sind, denn die Pflanze, selbst wenn man gleich mehrere anbaut, kann nie einen ordentlichen Ertrag hervorbringen.

Um die fertig mit Samen und Dünger versehenen Wachstumskapsel – was enthalten ist, außer Nano-Technologie und dass es patentiert ist, verrät Bosch nicht. Auf Fotos im Netz sieht es danach aus, dass der Hauptbestandteil Kokosfasern sind, die offensichtlich gleich mit Dünger daherkommen. Wie alle Systeme sind sie aber kompostierbar. Die LED-Leistung ist auch nicht angegeben. Lediglich von einem Verbrauch von ca. 46 kWh für beide ist die Rede. Was so pauschal nicht stimmen kann, da Click & Grow 3 und 9 unterschiedlich groß sind.

Link zu Click & Grow 3 (91 €).

Link zu Click & Grow 9 (UVP: 199 €, oftmals einiges günstiger).  

Beide Produkte stammen übrigens von der Firma Click and Grow.

Modulo: Vertikales Indoor Gardening

Modulo Smart Indoor Gardening Pret a Pousser 2
Das ist ein Einzelmodul. Was man auf dem Bild nicht erkennt: Das Topfobere ist länglich. Dadurch fast jeder Topf drei kleine Pflanzen. © Prět à Pousser

Die meisten Pflanzboxen werden auf einer Fläche abgestellt. Sie sind nicht sonderlich groß, doch spätestens in der Durchschnittsküche stehen allerlei Gerätschaften herum, die einem mit den Smart Gardening-Gadgets endgültig den Platz auf der Arbeitsfläche streitig machen. Das Modell Modulo vom französischen Hersteller Prět à Pousser kann man zwar ebenso aufstellen – als erweitertes Set auch auf den Boden -, es ist aber auch für die Wandmontage gedacht, was es nicht nur für Menschen mit kleineren Wohnungen oder Abstellflächen attraktiv macht (siehe Eingangsbild). Modulo ist, wie sein Name bereits andeutet, ein erweiterbares System.

Jedes Gestell trägt vier Töpfe in denen wieder frisches Grün aus vorher ausgesuchten Pflanzenkapseln mit Substrat auf Basis von Kokosfaser, Nährstoffen und Saatgut angebaut wird. Diese Module sind zu einem ganzen System erweiterbar in dem auf kleinem Raum an der Küchen- oder Zimmerwand jede Menge Knackiges angebaut werden kann. Und die Pflanztöpfe mit Wasserspeicher können, je nach Größe, an der Sprossenwand unterschiedlich hoch eingehängt werden. Insgesamt so flexibel ist kaum ein Indoor Gardening-System an die jeweilige Pflanzengröße anpassbar.

Der Clou: Die Beleuchtung passt sich der Raumhelligkeit automatisch an. Das nenne ich echt smart. Zudem benötigt ein Modul lediglich 8 Watt Strom.

Insgesamt über 40 Kräuter- und Gemüsesorten sind im Angebot, ein großer Teil hiervon in Bio-Qualität. Kräuter, Salate oder auch Sets, etwa für eine ganz grüne oder bunte Salatschüssel mit Kirschtomaten, Batavia- und Kopfsalat oder Schnittlauch, sind im Portfolio zu finden. Selbst Blühpflanzen wie die essbare Kornblume und Mini-Gemüse wie Pack Choi oder Grünkohl wachsen aus Pflanzenkapseln im Modulo.

Clever am Modulo ist zudem:

  • Die Pflanzenkapseln gibt es auch ohne Samen für eigene Experimente.
  • Sie sind über die Biotonne zu entsorgen, weil kompostierbar (nur in der industriellen Kompostanlage zersetzen sie sich, betont der Anbieter).
  • Eine kostenlose App gibt zahlreiche Tipps.

Modulo gibt es für 149,95 Euro u.a. bei Amazon.

Weitere Smart Grow-Systeme findet Ihr hier.

Plantcube und Urban Cultivator: Jede Menge frisches Grün

Indoor Gardening mit Plantcube Gewächshausschrank
Indoor Gardening mit Plantcube Gewächshausschrank. Foto: ©agrilution

Ehrlich gesagt finde ich dieses System der Knaller. Plantcube von Agrilution, ein Unternehmen, dass seine Anfänge im Jahre 2013, entwickelt einen Gewächshausschrank, in dem Kräuter, Salate und Microgreens von ganz alleine wachsen. Zumindest optisch ähnelt das System sehr den Plant Cube. Doch der Preis, der lockt nicht jeden. 2904 Euro ist die aktuelle (Oktober 2020) Angabe direkt auf der Herstellerseite. Dafür bietet der App-gesteuerte Plantcube jede Menge. Alleine 8 Saatmatten (umweltfreundlich auf patentierter Naturfasermatte) lassen jede Menge Grün sprießen. Und wer so gar keine Ahnung hat, wann und wie man das Gemüse erntet, auch da hilft die App. Einbaugerät oder freistehend mit Arbeitsplatte oder doch ein Schneidbrett als Auflage? Auch das ist möglich. Über den Stromverbrauch kann der Hersteller agrilution (noch) keine Angaben machen.

Ein ähnliches Produkt kommt übrigens aus den USA von wo aus es bereits 2014 den Markt eroberte. Dieser Gewächshausschrank, Urban Cultivator Residential, der am Gerät und nicht via App gesteuert wird – was mir persönlich ausreichen würde – kostet per Versand aus der Niederlassung in den Niederlanden 2.750 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer (=aktuell 3.190 €)

Urban Cultivator Indoor Gardening Gewächshausschrank
Urban Cultivator Residential: Indoor Gardening mit Gewächshausschrank. Foto: © Urban Cultivator

Ob Plantcube oder Urban Cultivator Residential: Interessant für Kräuter- und Gemüseliebhaber (ohne Garten), die jeden Tag auf Frische setzen. Selbst ein Balkon wird die Mengen nicht wirklich schaffen. Und selbstredend auch für alle Gärtner, die rund ums Jahr eine ordentliche Menge an Kräuter und Gemüse ziehen möchten.

Doch vornehmlich Restaurants gehören zu den Kunden, denn frischer und einfacher geht es nicht. Zumal man den Kostenfaktor nicht vergessen darf. Zum Urban Cultivator machte die Financial Times mal die Rechnung auf, dass ein gut besuchtes italienisches Restaurant im Jahr 2.000 Dollar für Basilikum und Rucola zahlt. Die Rechnung ist einfach und so ein Gewächshausschrank hätte sich bei entsprechendem Bedarf an frischem Grün schnell amortisiert.

Urban Cultivator Commercial: Der Rolls-Royce des Indoor Gardenings

Gestatten, Urban Cultivator Commercial. Das Modell für die anspruchsvolle Gastronomie, die ihren Kunden maximale Frische anbieten möchte. Foto: © Urban Cultivator

Getoppt wird das Smart Gardening-Angebot nur von dem Urban Cultivator Commercial. Wie ein Side-by-Side-Kühlschrank sieht der Gewächshausschrank aus und hat mehr als das das doppelte Anbauvolumen eines Residential-Modells. Obiger Shop bietet diesen Gewächshausschrank, der ob der Größe den Namen wirklich verdient hat, für 11.542Euro an. Für Gastronomen sind das interessante 9.950 Euro ohne Mehrwertsteuer. Mehr Informationen über die beiden Gewächshausschränke unter Urban Cultivator.

Weil ich den Urban Cultivator Commercial so cool finde, hier noch ein kurzes Video, auch aus einer Restaurant-Küche:

Die improvisierte Alternative

Im kleinen oder großen Stil Indoor Kräuter und Gemüse anbauen, aber es soll keines der am Markt angebotenen Indoor Gardening-Sets sein? Man kann sich auch mit speziellen Pflanzenlampen behelfen. Das funktioniert genauso. An einem mäßig warmen Ort in der Wohnung aufhängen, Anzuchtschalen darunter, in Pflanzerde aussäen und los geht es.

  • Hier mein Artikel zu Beleuchtungssystemen, der sich speziell auf die Anzucht fokussiert – improvisierte und professionelle Beleuchtungen -, aber auch für den Anbau dienen kann. Paprikas und Chili haben hierunter in den letzten Jahren stets Früchte nach Handbestäubung der Blüten angesetzt. Eine mögliche Lampe mit LED-Vollspektrum-Licht für derzeit 27 € und jeder Menge 5*-Bewertungen: NaCot-Pflanzenlampe.

Oder aber, jetzt wird es zunächst anrüchig, man bedient sich einer sogenannten Grow-Box. Das sind Indoor Zelte in unterschiedlichen Größen, die man überall wo Platz ist aufstellen kann, und leider einen etwas ambivalenten Ruf haben, da sie in der sogenannten Grower-Szene für den Anbau von, nennen wir es mal berauschenden Gewächsen ihren Einsatz finden.

Dabei können die Growboxen genauso für den Gemüse- und Kräuteranbau genutzt werden und da es sie als vergleichsweise günstige Komplettsets gibt, die Platz für jede Menge Pflanzen bieten, eine echte Alternative für das Indoor Gardening. Sie leuchten durch das Zelt nicht taghell in der Wohnung, können belüftet und beheizt werden und besitzen die richtige Beleuchtung. Aber hier eine Empfehlung: Zeigt doch Eurem Besuch mal was sich hinter dem Zeltverschluss verbirgt. Nicht, dass der Betrachter auf seltsame Gedanken kommt.

Ich bin wirklich gespannt, was uns die Zukunft in Sachen Indoor Gardening bringt, denn das Interesse scheint vorhanden, die Sehnsucht nach frischem, unbedenklichem und selbst angebauten Grün scheint zu steigen. Wieder.

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