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Wo es summt und brummt: Unser kleiner, bienenfreundlicher Garten

Garten neu anlegen: Bienenfreundlicher Gartne mit Insektenweiden
Einen bienenfreundlichen Garten anlegen, das klappt auch auf kleiner Fläche. Hier als Praxisbeispiel: Auf 8 x 16 Meter. Die Tipps sind selbstredend auch auf größerer Fläche umsetzbar und die Bepflanzung ist auch topfgartengeeignet..

Im Frühjahr 2017 war der „Startschuss“. Wir haben unser Zuhause frisch bezogen und der kleine Garten sollte zum Blumenparadies werden, das dem Auge schmeichelt und die Insekten erfreut. Wie alles anfing, was bei der Neuanlage eines Gartens zu beachten ist, bienenfreundliche Pflanzen für Jedermann und selbst für den Balkon, sowie ein ausführlicher „Rund“Gang durch den Garten in Bildern.

Ein kleiner Garten kann auch groß

Status Quo in Reihenhaus-Gartengröße

Die Voraussetzungen waren anspruchsvoll, aber auch ein kleiner Garten kann Blumen und den brummenden, summenden und tags wie nachts flatternden Gartenbesuchern helfen. Wohlfühlfaktor inklusive. Viele der im Folgenden genannten Pflanzen, auch und gerade jene, die Nahrung für Bienen bieten, gedeihen wunderbar im Topfgarten.

420 m² sind es, auf denen das Einfamilienhaus steht, allerdings mit einem viel zu großen Gartenhaus (15 m²) vom Vorbesitzer, einer XXL-Garage, einem Carport und einem großen Anbau, der den fehlenden Keller ersetzt. Die eigentliche Gartenfläche, inklusive Gartenhaus 8 x 16 Meter, die praktisch nur aus Pflaster und Rasen bestand, sollte dennoch zu einem schönen und bienenfreundlichen Garten werden, der auch noch Ertrag bringt.

Besonderheit: Der Garten liegt seitlich vom Haus vor dem Eingang und ist damit wie ein großer Vorgarten, wenn auch auf zwei Seiten durch eine hohe Sandsteinmauer von den umliegenden Grundstücken im Ortskern gut abgeschirmt. Gleichzeitig dienen diese Mauern, wie beim englischen Walled Garden, für ein optimales Mikroklima im Inneren. Dank ihnen war hiermit die Abgrenzung zu Nachbargrundstücken kein Thema mehr.

Gemüseanbau geht überall: Hochbeete & Topfgarten

Das Ertragsflächenproblem war schnell gelöst: Da wir auch vorher schon jahrelang Tomaten in Kübeln anbauten, wurde die Parkplatzüberdachung (Doppelstegplatten) als Tomatencarport umfunktioniert. Tomaten im Topf anbauen kann so effektiv wie im Beet sein, wenn man es richtig macht. Hinzu gesellte sich ein kleiner Sitzplatz von 8 m² hinter dem Haus. Dieser dient zum Jahresanfang einem mobilen Gewächshaus zur Anzucht und wird später zum windgeschützten und sonnenverwöhnten Topfgarten, vornehmlich für Paprika, Chili und Co.

Aufgrund guter Erfahrungen mit einem selbstgebauten, 2 m² großen Hochbeet in der Vergangenheit war klar: Es kamen zusätzlich 10 m² Hochbeete an der Südosthauswand auf den Plan. Bei dieser Größe, optimal genutzt mit stetem Nachsäen und –Pflanzen, kann diese kleine Fläche sehr ertragreich sein.

Hochbeete selber bauen und auch auf kleinem Raum Gemüse anbauen
Ein Hochbeet passt wirklich in jeden Garten. Sie sind weitaus effektiver als ein einfaches Gemüsebeet.

Hier ein Tipp: Kleingartenbesitzer, aber auch Topfgärtner, haben ein Problem: Beet und Topf ist noch belegt, aber es sollte für Nachschub gesorgt werden, um eine Lücke in der Versorgung zu haben. Das löse ich, indem ich vom Salat über den Kohlrabi, dem Knollenfenchel oder dem Pak Choi pflanzen in Anzuchtschalen vorziehe. Genauer, in Multitopfplatten. Wenn hier beispielsweise Salat gerade nach und nach abgeerntet wird, den man im kleinen Garten immer wie ein Pflücksalat für mehr Ausbeute zupft, dann kann die nächste Generation bereits in der Voranzucht wachsen. Nebenbei kann man hierin auch Einjährige und Stauden vorziehen.

Doch, zurück zu den Hochbeeten… Die zwei Hochbeete kamen mit etwas Abstand entlang der Hausmauer zum Stehen, in einem Fall ausschließlich, auf einer Kiesschicht und dem gepflasterten Weg. Wie man sich solche Hochbeete einfach und individuell angepasst baut, das erfahrt Ihr hier.

Das damals gebaute Hochbeet-Dach und die Seitenwände finden auch heute noch Anwendung und verlängern auf 2 m² Anbaufläche die Vegetationsperiode immens. Allerdings gibt es dank entsprechender Sorten Salat fast das ganze Jahr.

Garten neu anlegen: Mehr ist einfach mehr

Garten neu anlegen in Bildern

Die Lösung jedenfalls war, den Rasen komplett zu entfernen und mit den in vielen herbstlichen und winterlichen Feierabendsessions im alten Garten ausgegrabenen Stauden zu bestücken. Und zwar derart, dass schon im ersten Sommer praktisch keine Lücken vorhanden sind.

Hierzu hatte ich auf der bald ehemaligen Rasenfläche drei Beete vorgesehen, die lediglich von Wegen, ein vorhandener gepflasterter und einer mit Rindenmulch, voneinander getrennt sein sollten. Der Weg mit Rindenmulch (die günstigste Alternative, um Wege anzulegen und passend für einen natürlich wirkenden Garten)war nötig, um später an die etwa 4 Meter weiter hinten gelegenen Pflanzen zu gelangen.

Es sollte jenseits von Teich und Terrasse alles komplett bis an die rustikale Sandsteinmauer bepflanzt sein. Dies hat auch den Effekt, dass Besucher, die am Gartentor stehen, in der warmen Jahreszeit keinen Einblick auf die Terrasse im hinteren Teil des Gartens haben.

Tipp: Im Falle unseres Gartens gab es anfänglich nur Rasen, einen Teich, eine verrottete Terrasse, einen Kugelahorn, eine Mispel, zwei falsch gesetzte Weinreben, ein dauerkrankes Mandelbäumchen und jede Menge gepflasterte Wegfläche. Solch eine trostlose Anlage hat weder einen Mehrwert für die Natur, es macht das kleine grüne Reich auch viel kleiner, als es in Wirklichkeit ist. Daher gilt für alle kleine Gärten, die heute ja bekanntlich Usus sind: Mehr Bepflanzung ist auch mehr. Und der Garten erscheint am Ende gar nicht mehr so klein, wie er tatsächlich ist.

Meine Lieblingspflanzen: Hübsch, pflegeleicht, Insektenweiden

Vorab: Es gibt Überzeugungen, nach denen „bienen- und insektenfreundlich“ ausschließlich mit heimischen Blühpflanzen und Stauden funktioniert. Hier stellt sich aber für mich die Frage: Was ist (wirklich) heimisch? Die Wildrosen, ursprünglich aus China, werden hier genauso akzeptiert, wie ander Pflanzen, die vielleicht schon Jahrhunderte hierzulande wachsen. Und an die sich Pollen- und Nektarsammler gewöhnt haben. Sicher, hätte ich einen grooooßen Garten, dann gäbe es dort eine üppige Wildblumenwiese, mit der besten Saatgutmischung am Markt. Für die Biodiversität, inklusive wilden Ecken mit heimischen Gehölzen, Totholzecken und allerlei speziellen Pflanzen, auf die sich beispielsweise zahlreiche Falterarten spezielisiert habe. Doch leider ist das aus Platzmangel einfach nicht möglich. Wie bei vielen Millionen anderen Gartenbesitzern. Daher ist das Folgende meine Pflanzenauswahl, die sehr viele Spezies anlockt und gut versorgt. Pflanzen, die auch auf kleinstem Raum maximalen Input liefern. EIne Wildblumenmischung auf solch kleiner Fläche würde das nicht leisten können.

Bienenfreundlichen Garten neu anlegen
Üppige Blumenvielfalt aus ein- und mehrjährigen Pflanzen. Ideal: Mit langer Blühdauer und mit vielen Nektar- und Pollenspendern.

Vor allem die Lieblingsstauden mit Mehrwert für Pollen- und Nektarsucher (die meisten ausgegrabenen Pflanzen) gingen beim Umzug des Gartens mit. Für solche Umzugsaktionen war und ist der Herbst ideal. Roter Scheinsonnenhut/Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea, z. B. ‚magnus‘ oder ‚alba‘) mit teilweise fast einem Meter Durchmesser wurden ab Ende Oktober ausgegraben, eingekürzt und gleich geteilt. Gleiches geschah mit Frauenmantel (Alchemilla), die weniger bekannte Oktobersilberkerze (Cimicifuga racimosa), Moschus-Malve ‚alba‘ (Malva moschata), Fetthenne (Sedum), Akeleien (Aquilegia), Bergflocken-Blume (Cyanus montanus, zweifarbig in blau-weiß besonders hübsch), Funkien (Hosta) oder dekoratives Mutterkraut (Tanacethum parthenium; keine Nektarpflanze, aber eine optisch ansprechende Heilpflanze, präventiv gut für Migränegeplagte).

Blutweiderich (Lythrum anceps) zum Beispiel wurde indes nicht geteilt, das ist aufgrund seiner Wuchsform mit einer starken Hauptwurzel eher unmöglich, soweit ich weiß. Da sich die Pflanze aber sehr gut aussamt, wurden a) junge Sämlinge in ihr neues Reich entführt – genauso wie bei dem Patagonischen Eisenkraut (Verbena bonariensis) – und b) jede Menge Samen genommen.

Weitere Stauden im Sortiment (nicht vollständig) der umgezogenen Insektenweiden:

  • Tränendes Herz
  • Anis-Ysop (Agastache anisata)
  • Bronzefenchel
  • Herbst-Chrysanthemen/Winter-Astern (Chrysanthemum Indicum-Hybride)
  • Herbstanemone (z.B. Anemone japonica)

Neu hinzu kamen:

  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Rittersporn (Delphinium)
  • Langblättriger Ehrenpreis “Pink Damask” (Veronica longifolia)
  • Storchschnabel (Geranium „Tiny Monster“, Bodendecker)
  • Lupinen (Lupinus polyphyllus, z. B. ‚Schlossfrau‘

Wie so ein Gartenumzug vonstattengeht, das wird weiter unten erklärt.

Einjährige: Nicht zu unterschätzen

Leider konnten nicht alle Pflanzenschätzchen bei der Gartenverkleinerung mit, doch es waren mehr als ausreichend, um den neuen Garten zu bepflanzen und die Dichte der Pflanzung zu erhöhen. Zumal ich jedes Jahr im März Einjährige vorziehe und in Beete und Töpfe setze. Voranzucht von Einjährigen macht nicht nur im kleinen Garten Sinn. Ganz unabhängig von der Größe kann ich die vorgezogenen Pflanzen dort setzen, wo ich möchte. Auch wachsen sie so viel schneller, als in der im Frühjahr kalten Erde, blühen, wie im Fall der Cosmeen, Wochen früher und sind vor Schnecken sicher. Hierzu werden sie zunächst im Haus vorgesät und bei einer Größe von etwa 10 cm bei Frostfreiheit draußen aufgestellt. Am besten in einem Gewächshaus (ich habe hierzu temporär ein Foliengewächshaus). Solange es keinen Frost gibt, sind sie mit etwas Schutz recht unkompliziert.

Die Favoriten unter den einjährigen Sommerblühern: Die bis zum Frost blühenden Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) und Zinnien (Zinnia). Beide Sommerblüher halten durch bis zum Frost, sind einfach in der und wachsen praktisch überall. Es gibt von beiden Arten verschiedene Züchtungen, in Höhen von etwa 40 – 120 cm (meine werden 160 cm hoch und höher). Für einen bienenfreundlichen Garten oder Balkon sollten es die offen blühenden Varianten sein.

Alle genannten Pflanzen sind gute Pollen- und Nektarspender.

Weitere gute Einjährige für Insekten, die alle gut aus Samen zu ziehen sind (ohne lat. Bezeichnung, da unüblich):

  • Löwenmäulchen (sind etwas langsam bei der Anzucht)*
  • Kornblumen*
  • Jungfer im Grünen
  • Drachenkopf
  • Konrade
  • Duft-/Edelwicke*
  • Hohe Strohblume*
  • Natternkopf
  • Roter Lein
  • Bischofskraut
  • Garten-Skabiose (z.B. „Black Knight“)*

Mehrjährige, die Ihr gut aus Samen ziehen könnt (alle Bienen- und Insektenweiden), teilweise nicht immer winterhart:

  • Patagonisches oder Hohes Eisenkraut (Verbena bonariensis; bedingt winterhart, samt aber sehr gut selbst aus)*
  • Anis-Ysop (Agastache anisata, z. B. ‚Black Adder‘)*
  • Prachtkerze/Präriekerze (Gaura lindheimerii, z. B. ‚Alba‘)*
  • Algier-Malve (Malva sylvestris)*
  • Blutweiderich (Lythrum anceps)*
  • Roter Scheinsonnenhaut (Echinacea purpurea, z. B. ‚Magnus‘; blüht meist im 2. Jahr)*

*= habe ich bereits selbst gesät.

Unser kleiner Garten – Vielfalt, auf die Besucher fliegen

Anlage der Blumenbeete kurz erklärt

Dichte… normal heißt es um die 5 – 8 Pflanzen sollten auf einem Quadratmeter sitzen. Diese Richtlinie gilt allerdings für den Neuerwerb kleiner Pflanzen, die häufig in 9er oder 10er Töpfen angeboten werden. Andere Definitionen besagen, dass eher kleine Pflanzen etwa 25 cm zum Nachbarn haben sollten, größere etwa 40 und große, sogenannte Leitstauden (aber auch meine favorisierten Einjährigen, Cosmeen und Zinnien) 60 cm.

Eine dritte Theorie besagt, dass die Pflanzen etwa 1/3 der Wuchshöhe Pflanzabstand zum Nachbarn haben sollen. Und das ist nur die Theorie, denn in Wirklichkeit wird es komplizierter. Das hängt vom Wuchs der Pflanze ab. Dabei ist der Wuchs in die Höhe zunächst sekundär. Vielmehr kommt es auf die Breite an und die ist völlig unterschiedlich, auch was die Zeit anbelangt, bis die Pflanzen ordentlich in die Breite gegangen sind. Grundsätzlich wird hier unter „Ausläufer bildend“ und „horstig wachsend“ unterschieden.

Ein paar Beispiele. Ein Rittersporn (Delphinium) kann bis zu 1,5 Meter und auch etwas mehr in die Höhe wachsen. In der Breite wächst er dabei gar nicht, gilt also als „horstig“. Gleiches gilt für das Hohe Eisenkraut. Dagegen gehen Blutweiderich und Echinacea schon etwas mehr in die Breite. Anfangs und beispielsweise in einem 10er Topf gekauft etwas schneller, aber das dauert Jahre bis merklicher Zuwachs zu verzeichnen ist und es hält sich auch in Grenzen.

Dagegen ist die Fetthenne, sofern es ihr am Standort gefällt, in 2, 3 Jahren 4 – 5 Mal so breit wie die Ursprungspflanze. Und nach einem Jahr sind meine beiden Ziersalbei-Arten locker das Dreifache in die Breite gewachsen.

Ich kenne nun „unsere“ Stauden und Einjährige einige Jahre. Und trotz Teilung waren die Pflanzen doch vergleichsweise groß beim Umzug. Zudem wollte ich bereits im ersten Jahr der Pflanzung den Effekt erzielen, dass alles komplett bedeckt ist. Daher ist meine Pflanzweise, an den Wünschen der Pflanzen orientiert, vergleichsweise dicht. 15 cm Abstand ist hier keine Seltenheit. Allerdings muss man auch im Hinterkopf behalten, dass später mal etwas weichen muss oder, wie die Fetthenne, auch mal ausgegraben und geteilt werden sollte. Freunde oder andere Gartenecken freuen sich dann über die kostenlosen Pflanzen.

Alles eine Frage der Nährstoffe & Bodenpflege

Um derart zu pflanzen und generell gilt: 1 x im Jahr, am besten bei Neuaustrieb, den Boden gut aufbereiten. Hierzu ist flächendeckend ausgebrachter Kompost (2, 3 cm) ebenso gut, wie Terra Preta und/oder Urgesteinsmehl. Beides sind sehr gute Naturdünger mit Langzeiteffekt, die die Bodenstruktur verbessern. Nur Fetthennen bitte von der Düngung aussparen. Der genügsame Spätsommerblüher und Nektarspender neigt sonst dazu, auseinanderzufallen.

Apropos verbessern, schwerer Boden kann mit Pflanzerde (oder Kompost) verbessert werden. Die Erde muss gar nicht frisch sein. Ich habe hier die alte Kübelerde teilweise aus den Töpfen genommen und auf den Beeten verteilt. Solche Maßnahmen sind im Herbst ganz praktisch. Denn dann arbeitet sich das Ganze wie von Geisterhand selbst ins Erdreich ein, etwa durch Regenwürmer.

Fazit: Man sollte die eingesetzten Pflanzen schon etwas kennen und sich mit dem Thema Gartenanlage beschäftigen; nicht nur durch die Mitgliedschaft in einschlägigen Facebookgruppen. Schaugärten, die Studie von Gärten in der Nachbarschaft, eine sorgsame Recherche und die Mitarbeiter einer Gärtnerei helfen weiter. Selbstredend sollte ausdrücklich auch mal eine Pflanzung ausprobiert werden, schleißlich gilt hier das Sprichwort „Gärtner lernen nie aus“.

Inspiration: English Border


Meine Pflanzweise kommt einer typischen englischen „Border“ ziemlich nahe. „Border“ nennen die britischen Gärtner ihre Beete. Die Beete eines typisch englischen Gartens sind tief, gerne auc mal 2 und mehr Meter, lang, auch mal geschwungen und üppig wie lückenlos bepflanzt. Ich weiß nicht, ob auch die weitere Bedeutung des Wortes, „Grenze“, in diese Bezeichnung einfließt. Jedenfalls grenzt sich die dichte Bepflanzung von dem Außenherum sichtlich ab und wirkt dicht, wie ein Blütenteppich.

Auch mit Höhenstaffelungen wird der optischen Wirkung wegen gearbeitet. Aber der Klassiker, von niedrig, hinten hoch, das gefällt mir gar nicht. Also wurde vermehrt auf hohe Stauden und Einjährige gesetzt. Zudem darf so ein großes Pflänzchen auch mal in den Vordergrund rücken.

Im Muhvie-Garten wurde das anders. Praktisch ist alles so dicht bepflanzt, dass bereits im 1. Sommer keine Lücke war. Dies hat mehrere Vorteile, aber auch Nachteile.

Die Vorteile:

  • Die ehedem großteils kräftigen Pflanzen bilden einen wahren Blütenteppich
  • Wildwuchs ist praktisch nicht vorhanden, was die Pflege erleichtert
  • Ein kleiner Garten hat maximale Blütenpracht
  • und bietet den tierischen Besuchern einen reich gedeckten Tisch
  • Der Garten ist „blickdicht, was die Wirkung erhöht, aber auch auf kleinstem Raum einen versteckten Sitzplatz ermöglicht
  • Kleine Gärten werden so optisch vergrößert
  • Gieß- und Pflegeaufwand wie Wildwuchs beseitigen sinken

Nachteile:

  • Mehr Pflanzen sind nötig, die allerdings durch Aussaat und spätere Teilung gewonnen werden können (Lücken bewusst durch günstige, selbst gesäte Einjährige füllen)
  • Im Sommer gelangt man zur Pflege praktisch nicht mehr ins Beet (Tipp: Trittsteine verlegen und keine Pflanzen wie Cosmeen oder Zinnien, die man regelmäßig ausputzen muss für dauerhafte Blütenpracht an unerreichbaren Stellen pflanzen)
  • Ist alles einmal eingepflanzt, dann kommt man, zumindest in der Hauptblütezeit, kaum noch in die Beete hinein (meine Lösung: An „neuralgischen“ Punkten habe ich ein paar Trittsteine verteilt; durch sie kann ich im Frühjahr mit den Pflegearbeiten wie Rückschnitt und Kompost-/Düngergabe besser arbeiten)

Ein weiteres Merkmal des Gartens: Die Vielfalt der Pflanzen ist reduziert. Gegenbeispiel, um das zu erklären: Wenn ich durch den Baumarkt oder Gartencenter schlendere, dann kaufen sich viele Hobbygärtner dieses eine schöne Pflänzchen, manchmal „sogar“ zwei. Aber das wirkt einfach nicht, im Gegenteil, wer ein Beet mit zusammengestückelten (Blüh-)Pflanzen bestückt, das wirkt dann auch so. Zusammengestückelt. Ich vertrete mehr die Leidenschaft, weniger ist mehr. Vergleichsweise viele Pflanzen einer Sorte, diese gerne im ganzen Garten verteilen und ein Gesamtbild kreieren. Da missachte ich auch die Regel bei der Gruppenpflanzung, immer ungerade Pflanzenzahlen einer Sorte, da das die Harmonie und Wirkung verbessere. Stimmt schon. Die Wiederholung und eine „unendliche“ Anzahl ist mir lieber.

Dazu eine reduzierte Farbpalette, in unserem konkreten Fall vornehmlich mit Rosatönen, lila-blauen und weißen Blühern (wirkt ruhig und harmonisch). Als knalligen Kontrast habe ich dieses und letztes Jahr orangene Zinnien verwendet.

So viel kurz zu den Designhintergründen.

Garten neu anlegen: Rasen weicht Blütenmeer

Als Ende März 2017 der Winter so langsam dem Frühjahr Platz machte und das Erdreich allmählich etwas abtrocknete – vorher war das Fräsen unmöglich – ging es mit der Gartenfräse ans Werk.

Vorab sollte man seinen Garten, auch den kleinen, mal vermessen und die Daten auf einem maßstabsgetreuen Plan festhalten. Auch die Lieblingspflanzen notieren, Ausrichtung des Gartens (wegen dem Sonnenstand) und so wichtige Sachen wie den Standort des Sitzplatzes oder des Gartenhauses und die grobe Beetstruktur festlegen. Tipp zur Beetgröße:  Ein Beet das schmaler als etwa einen Meter wirkt nicht sonderlich üppig. Man kann hier nicht sonderlich gut beispielsweise mit der Höhe speilen und die Pflanzen stehen hier praktisch in einer Reihe. Je tiefer indes die Beete sind, desto spannender kann sie der Hobbygärtner gestalten.

Bei uns waren die umgezogenen Stauden, zum überwiegenden Teil Bienen- und Insektenfreundliches, die Favoriten. Es kamen lediglich ein paar neue Pflanzen hinzu, wie etwa die kleine Schaumblüte (Tiarella),  Lupinen (Lupinus), Fingerhüte (digitalis purpurea), Ziersalbei/Steppensalbei (Salvia nemorosa) und ein mit 2 – 2, 5 Metern Höhe eher kleinwüchsiger Flieder (Buddleja davidii ‚Pink Delight‘) zogen zunächst als neue Gartenbewohner ein. Der alte Garten beherbergte zwar Lupinen, doch die waren trotz Rettungsversuchen von Giersch überwuchert. Und da sie das Umpflanzen mit ihren kräftigen Wurzeln auch übel nehmen, der Giersch sowieso die Wurzeln wie ein Netzt durchzog, wurden sie leider nicht ausgegraben.

Die 2-jährigen Fingerhüte hatte ich indes im Sommer bereits vorgesät, aber es hatten nicht genügend den kalten Winter in den kleinen Töpfen überlebt.

Gartenfräse half bei Vorbereitungen

Garten neu anlegen und fräsen mit der Mantis Gartenfräse
Eine GArtenfräse leistet bei der Neuanlage wertvolle Dienste. Auch bei größeren Gärten ist sie regelmäßig im Einsatz und hilft immens bei der Beetvorbereitung, etwa dem Komposteintrag im Frühjahr.

Doch zurück zur Fräse. Meine Herrn gibt es da Unterschiede und vieles was auf dem Markt angeboten wird, taugt vielleicht dazu, einen lockeren Dithmarscher Sandboden umzuwälzen oder vielleicht den Sandkasten durchzufräsen, nicht jedoch einen verdichteten, lehmig-schweren Boden, noch dazu mit verfilztem Rasen.

Aber eine Mantis-Gartenfräse, wahlweise mit Elektroantrieb (reicht für kleinere Flächen aus) oder mit Benzinmotor, kann das wirklich gut. Das Geheimnis der Mantisfräsen ist schnell gelüftet, denn die 4 Hackelemente aus geschmiedetem Stahl mit lebenslanger Garantie sind einfach genial. Bis zu praxisgetesteten 25 Zentimeter fressen sie sich sprichtwörtlich in noch so feste Böden rein. Steine mit 5 Zentimeter interessierten da ebenso wenig, wie eine dichte Grasnarbe. Auch wenn sie das Doppelte oder mehr zu herkömmlichen Fräsen kosten, ich bin um die Entscheidung froh, auf die Mantis gesetzt zu haben. Erst recht, wenn man weiß, was es heißt, etliche Quadratmeter Grasnarbe mit dem Spaten abzustechen. Der Boden darunter ist dann dennoch weiterhin verdichtet.

Wer übrigens einen größeren Garten mit Gemüsebeeten hat oder Rasen regelmäßig vertikutiert, der fährt mit der Mantis ebenso gut. Im Herbst Kompost einarbeiten und, mit umgedrehten Hackelementen, vertikutieren klappt 1 a. Nebeneffekt: Das Erdreich war sowas von locker und hob sich auch um mehrere Zentimeter an. Und das sollte noch sehr wichtig werden, wie ich beim Fräsen merkte.

Mit wenig Erde gut zurechtkommen

Denn der Garten hatte tatsächlich nur maximal etwas unter einem Spatentiefe Erde unter der Grasnarbe. Teilweise, vor allem am gepflasterten Weg entlang, waren es nicht mehr als 10 cm. Der Hauptgrund, den wir beim Kauf nicht kannten: Die Kanalisation ist 1 x durch den Garten verlegt und aufgrund der Größe des Grundstücks ist nahezu überall ein Schotteruntergrund vorzufinden.

Ein weiterer Grund für Schotter und Sandsteinbruch: Es stand zum Teil ein altes Haus auf dem heutigen Garten. Auch hiervon war noch jede Menge Gestein im Erdreich und die Stelle, die die neue Terrasse beherbergt war von diesem Gebäude verdichtet. Probleme, die vielleicht auch andere Gartenbesitzer haben.

Ein Schock, aber, half nichts, es musste etwas getrickst werden. Nach dem Fräsen kam das Erdreich wie erwähnt etwas höher, noch dazu wurde etwas Mutterboden mit Kompost vom Lieferanten für die Hochbeete aufgefüllt. Was im komplett neu angelegten Garten kein Problem darstellt, war hier ebenfalls schwierig. Schließlich war der gepflasterte Weg quer durch den Garten bereits vorhanden.

Hier half ich mir mit rostfreien Rasenkanten in 14 cm Höhe. Eine Gute, einfach anzubringende und einfache wie flexible Lösung. So habe ich 7, 8 cm Pflanztiefe gewonnen und trotz der geringen Tiefe gedeiht alles super. Wie Ihr an den Bildergalerien sehen könnt.

Garten anlegen – einfacher als es erscheinen mag und ich hoffe, dass die Tipps und der Erfahrungsbericht hilfreich sind. Auch und gerade die Pflanzenauswahl. Diese hilft vielen tierischen Besuchern, sieht gut aus und die Spätblüher für Bienen und das Auge blühen dieses Jahr bis Anfang November.

Und ab dem Spätwinter bereichern weitere Blumenzwiebeln mit ihren Blüten das Nektar- und Blütenangebot.

Das Inventar

Als „Inventar“ möchte ich das Drumherum bezeichnen, also alles, was neben den Beeten in und um dem Garten wichtig ist. Die Überlegungen sollten, zusammen mit der Beetplanung, gleichwertig behandelt werden. Da ich jedoch im Beitrag den Fokus auf einen bienenfreundlichen Garten setzen wollte, habe ich die wichtigen Punkte „Wege“, „Garten- und Gerätehaus“ sowie „Sitzplatz“ ans Ende des Textes gesetzt.

Die Abgrenzung nach außen

Gerade das „Um“ ist mehr und mehr Menschen wichtig, sprich, die Abgrenzung des Gartens zur Außenwelt und gerade zum Nachbarn. Gerade in immer kleiner werdenden Gärten ist das verständlich. Schließlich möchte man ja beispielsweise am Grillabend nicht, dass der Nachbar erkennt, ob man nun Radieschen oder doch eher Tomaten in den bunten Salat geschnippelt hat.

Doch, es sollten wenn irgend möglich bitte keine Thuja- und Kirschlorbeerhecken sein. Diese günstigen Allzweckwaffen, die regelmäßig in Baumärkten im Frühjahr noch günstiger sind, sind zwar praktisch, pflegeleicht und schnittverträglich – Vorsicht: Thujahecken dörren über die Jahren von innen heraus ab und das sieht gar nicht schön aus –, doch sie sind für willkommene Gartenbesucher praktisch nutzlos.

Verfechter von Thuja argumentieren zwar, dass sie Vögeln dennoch eine Heimat gäben, aber, kein Wunder, wenn es nichts anderes gibt. Zudem reagieren nicht wenige Menschen auf die Pflanze bei Kontakt allergisch.

Übervorsichtige Eltern sollten auch vom Kirschlorbeer Abstand halten, denn die verlockenden kleinen schwarzen Beeren, die sie im Herbst bilden, sind giftig. Und überhaupt, auch sie haben keinen Mehrwert für die heimische Fauna.

Eine Abgrenzung zur Außenwelt gestaltet sich pflanztechnisch – wohl gemerkt bei kleinen Gärten – schwierig, denn empfehlenswerte, heimische Gehölze, also Sträucher wie Vogelbeere, Sanddorn, Schlehen, Holunder oder Wildrosen sind auf kleinem Raum oftmals zu besitzergreifend. Sie nehmen zu viel wertvollen Platz weg, wären aber eine sinnvolle Wahl, von der Insekten wie Vögel sehr profitieren.

Sinnvoll, auch auf kleinem Raum, Hain- oder Rotbuche als abgrenzende Hecke. Sie sind praktisch das ganze Jahr durch späten Laubabwurf und dichten Wuchs blickdicht und bieten ein komfortables Mehrfamilienhaus für die heimische Vogelwelt. Zudem sind sie gut schnittverträglich.

In der Rangliste der für Naturfreunde bedenklichen Baumaßnahmen im Garten ganz weit oben stehen die monotonen Gabionenwände. Mehr und mehr Gärtner stehen auf diese steinreichen Wände, die allerdings nur den Händler steinreich machen, mit ihrem Einheitsgrau aber alles andere als ein schöner Anblick sind. Wenn es schon eine Gabionenwand ist, dann sollte sie wenigstens begrünt sein. Zahlreiche genügsame Pflanzen wachsen dann in Pflanztaschen an diesen Wänden. Auch Rank- und Kletterpflanzen daran anzubringen wäre eine nachhaltige Aufwertung. Diese könnten allerdings auch an stabilen Spalieren oder vergleichsweise kostengünstigen Holzzäunen wachsen.

Bei uns wachsen an den vorgefundenen Sandsteinmauern Weinreben, typisch für den Standort nahe der Deutschen Weinstraße. Leider sind die beiden Reben alles andere als optimal vom Standort gepflanzt und es sind auch keine pilzresistenten Sorten. Zwei Umstände, die die Pflanzen regelmäßig über und über mit Mehltau befällt. Da wir aber unbedingt diese Wände begrünen möchten, um den vorhandenen Raum möglichst sinnvoll zu nutzen, sind derzeit verschiedene Alternativen angedacht. Spalierobst lässt sich hier genauso ziehen, wie neue, pilzresistente Weinreben, Kiwi, Wilder Wein, und, und, und. Eine Entscheidung für die Bepflanzung wird wohl bis zum Frühjahr gefällt.

Geräte- und Gartenhaus gehört dazu, Kür: Gewächshaus

Also für einen kleinen Garten ist unser Gartenhaus mit 15 m² einfach zu groß. Es dominiert die Optik und nimmt wertvollen Gartenraum weg. Aber gut, es stand bereits. Den Gedanken, so ein großes Gartenhaus im Sommer als Outdoorzimmer zu nutzen scheiterten schnell, denn wenn es draußen richtig warm ist, dann ist das Holzhaus eine gefühlte Sauna. Und bei Regen, die andere Überlegung, das Haus etwa für feiern zu nutzen, wurde nie umgesetzt. Denn: Im Sommer will man dann ja auch mal grillen, doch wer stellt sich schon im Regen an den Grill, während die Gäste im Holzhaus sitzen. Theorien, die nie umgesetzt wurden.

Besser für einen kleinen Garten wäre eben auch ein kleineres Gartenhaus. Ausreichend wäre sogar ein Gerätehaus, das für Werkzeug, Töpfe und Co. völlig ausreichend wäre. Das kleinere Gebäude mit einem feststehenden Gewächshaus zu ergänzen wäre ideal. Denn auch ein kleines Gewächshaus erfüllt seinen Zweck, der bei der Anzucht von Pflanzen im Frühjahr beginnt und im Sommer eine Heimat für wärmeliebende Pflanzen und Gemüsesorten bietet.

Der Weg ist das Ziel

Der Weg durch die ersten beiden Beete wurde bewusst mit einem kleinen Schwung angelegt. So kann man von vorne allenfalls erahnen, welche Pflanzen sich am Ende des kurzen Weges befinden. Einen geschwungenen Weg, anstatt eines schnurgeraden anzulegen ist ein typisches Stilmittel im Gartenbau, welches sich auch für kleine Gärten eignet und diese, bei entsprechender Bepflanzung, spannender macht.

Wer mehr Platz hat, kann den Zugang zum hinteren Teil des Beetes mit einem Weg dahinter lösen, aber aus Platzgründen ging das nicht (siehe Bilder). Tipp zu Wegen: Selten genutzte Wege können 50 – 60 cm breit, oder auch mal schmaler, sein, Hauptwege sollten dagegen mindestens 80 cm breit sein. So breit jedenfalls, dass mindestens eine Schubkarre durchpasst und auch mal zwei Menschen aneinander vorbeikommen.

Der Sitzplatz: Vieles ist möglich

Holzterrasse selber bauen: Eine Anleitung
Selbst eine Holzterrasse zu bauen ist recht einfach und auch nicht so versierte Heimwerker bekommen das hin. Man muss dabei nur ein wenig penibel vorgehen, damit das Ganze jahrelang Freude bereitet. Meine Anleitung.

Die Vögel zwitschern, die Bienen summen und überhaupt, das kleine grüne, idealerweise bienenfreundliche Gartenreich möchte man genießen. Was fehlt also? Richtig, der Sitzplatz. Wer sich mit dem Thema näher beschäftigt, am Ende sogar in Gartengruppen auf dem einschlägigen virtuellen Treffpunkt im Netz sich kundig macht, merkt schnell: Das kann richtig teuer werden, denn schließlich muss dieser Sitzplatz langlebig und hochwertig sein.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten hier mit Stein oder Oudoorfliesen zu arbeiten, doch das geht richtig ins Geld. Und nicht jeder hat, etwa nach dem Hausbau oder –Kauf, noch parat. Bei Holz muss es mindestens Lärche sein, um von Langlebigkeit zu sprechen. Doch, was ist nun, wenn einem im 7, 8 Jahren dieses langlebige Material nicht mehr gefällt, dass ein Mehrfaches der einfachen, aber haltbaren Douglasie kostet und etwas Neues her soll? Letzteres haben wir verwendet. Das Preis-Leistungsverhältnis und eine hohe Lebensdauer von ebenfalls 7 bis 8 oder mehr Jahren reichte uns zunächst beim Bau unserer Terrasse aus.

Tipp: In meinem Beitrag „Was kostet ein Garten?“ gibt es Rechenbeispiele zu den Kosten solch eines Sitzplatzes.

Noch ein paar Tipps zum Umzug eines Gartens

Der Umzugstermin Anfang Januar war ganz praktisch, denn die Tomaten waren Ende Oktober abgeerntet und in die Töpfe, eher Kübel, konnte ich dann die umzugsfreudigen Pflänzchen zwischenpflanzen. Es kam oberflächlich etwas frische Erde rein und gut war es. So können die Pflanzen über längere Zeit gut versorgt werden und sogar neue Triebe bilden.

Hierin konnten die Pflanzen gut umziehen und im Frühjahr vor der Pflanzung mit dem ersten Wuchs loslegen. Wobei „gut“ relativ ist, denn die 25 – 80, 90 Liter fassenden Pflanzgefäße waren beim Umzug durch und durch durchnässt und bei -10 Grad steif gefroren. Der Gartenpflanzen-Umzug mit zwei Sprinterladungen war dementsprechend eine arbeitsreiche Geschichte. Aber: Es hat sich gelohnt und geschätzte 95 % haben Ausgraben, Umzug und Eiseskälte überlebt.

Auch früher im Jahr kann man Stauden und andere Pflanzen wie Sträucher umziehen. Dann müssen sie allerdings einen Rückschnitt erhalten. Denn die Masse an Blattgrün raubt der ausgegrabenen Pflanze einfach zu viel Energie. Zur Not gelingt so ein Garten-Umzug auch im Sommer. Dann ist allerdings mit Verlusten zu rechnen und der Pflegeaufwand erhöht sich im umgezogenen Garten.

Allerdings: Wer aus einen Mietshausgarten in sein neues Refugium umziehen möchte, der sollte unbedingt einen Blick in den Mietvertrag werfen oder an Absprachen mit dem Besitzer zurückdenken. Denn: Was man pflanzt, das geht in der Regel in den Besitz des Hausbesitzers über.

Für Fotointeressierte: Die meisten Beitragsbilder und die meisten der 2. Bildgalerie sind mit einer Canon M 5 mit Kitobjektiv 18 – 150 mm fotografiert. Das handliche und spiegellose Topmodell des Herstellers ist einfach eine geniale Kamera. Wobei die sucherlose M 6 oder die kleinere Schwester M 50 sicher auch einen guten Job machen.

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„Alles Tomate! Natürlich & einfach zu tollen Tomaten aus dem Beet & Topfgarten“ ist sozusagen „druckfrisch“. Mein kompakter Ratgeber gibt viele Tipps und verrät meine Tricks für bestmöglichen Erfolg durch das ganze Tomatenjahr. Anfänger wie Fortgeschrittene finden in dem kompakten Ratgeber alles Wichtige, um, ganz natürlich und von der Anzucht über die Pflanzung, mittels natürlicher Dünger und dem richtigen Schutz vor Krankheiten, jede Menge schmackhafte Tomaten zu ernten.

Das kleine Buch habe ich als eBook im Eigenverlag veröffentlicht. Dieses ist nicht nur auf dem Kindle, sondern auch am PC, auf dem Smartphone oder Tablet mit kostenloser, auf der Seite zum Download parat stehender App lesbar. Zudem ist der Tomatenrageber als praktisches Taschenbuch erhältlich. Download für alle digitalen Endgeräte und Buchbestellung unter „Alles Tomate!“.

(Der Text enthält Produktlinks, die als Beispiele dienen sollen. Wer etwas über die verlinkten Artikel kauft, trägt dazu bei, dieses Internetangebot zu finanzieren. Der Tomaten-Ratgeber erschien an gleicher Stelle im Eigenverlag.)

 

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