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Rettet den Vorgarten oder warum Grau nicht das neue Grün sein darf

Rettet den Vorgarten: Plädoyer gegen Kies und Co. im Vorgarten.
Nicht nur für das Auge schön, sondern auch gut für die Artenvielfalt, die Luft vor der Haustür und Vieles mehr. Ein üppig bepflanzter Vorgarten hat viele Mehrwerte, die ein liebloser Steinhaufen vor der Haustür nicht bieten kann. Ich habe bewußt ein Foto des Gegenteils von einem solchen Garten fotografiert. Auch, weil ich keinen der vielen Paradebeispiele in unserer Gemeinde herauspicken wollte. Unser Garten, ob man ihn jetzt so üppig bepflanzen möchte oder nicht, ist klein und auch letztlich ein Vorgarten, da der Grundstückseingang durch den eigentlichen Garten geht

Der Vorgarten war einst die Visitenkarte des Hauses, in dem wunderschöne Stauden und Rosen um die Wette blühten, ab und an etwas Wildwuchs gezupft wurde und Frau Müller mit Frau Meier von nebenan gerne ein Schwätzchen hielt. Und heute? Ein „Fifty Shades of Grey“ aus Steinen mit vereinsamten Formschnittgehölzen macht sich breit. Gar nicht sexy und ein trostloser Anblick. Erst recht in Zeiten des Artensterbens, schlechter Luft und Klimawandel.

 

Sonntagsspaziergang, aber, zumindest für mich, bitte nicht durch ein Neubaugebiet. Denn gerade dort, leider nicht nur dort, geben sich die Kieslaster ein Stelldichein. Stolze Hausbesitzer oder gar Profis planieren am schicken Neubau die noch jungfräuliche Fläche vor der Eingangstür, breiten ein Unheil verkündendes schwarzes Vlies über ihm aus und tun es: Schütten Kies, Split, Schotter oder Geröll in den Vorgarten.

Noch schnell zwei, drei nach reiflicher Planung platzierte Löcher darin, einen Fächerahorn, eine Scheinzypresse, mit etwas Glück noch ein Hausbaum gepflanzt, fertig ist der traurige Anfang vom Ende der einst als Visitenkarte geltenden Vorgärten. Einziges Unterscheidungsmerkmal solcher Gärten? Die Körnungsgröße und der Grauton. Die naturfeindliche Trostlosigkeit haben alle gemein und, da es bekanntlich immer schlimmer geht: Auch etablierte, reich blühende Vorgärten weichen diesen Steinwüsten. 15 Prozent der deutschen Vorgärten sollen es mittlerweile sein, die eher einem Muränenabgang in den Schweizer Alpen gleichen, denn einem insektenfreundlichen, dem Auge schmeichelnden und einladenden Blütenmeer.

Der Vorgarten: Einstiger Treffpunkt der Nachbarn wird zum Niemandsland

Niemandsland? Fragt man das altkluge Onlinelexikon Wikipedia, dann erklärt es einem den Begriff Niemandsland wie folgt: Mit Niemandsland bezeichnet man ein Gebiet, das

  • „staatsrechtlich herrenlos ist, oder
  • von niemandem besiedelt und gepflegt oder bewirtschaftet wird, oder
  • zwischen den Frontlinien eines Krieges liegt.

 

Im übertragenen Sinn wird damit auch ein besonders unwirtliches Gebiet bezeichnet.“ (Zitat Wikipedia)

Wäre das zu übersetzen mit

  • herrenlos im Sinne von verlassen, zumindest, was nahezu alles Lebenden und Natürlichen angeht?
  • von niemandem besiedelte oder bewirtschaftete Einöde, die so uneinladend ist, dass man zum Glück nicht mal mit dem Nachbarn einen Plausch halten muss?
  • unwirtliche Pufferzone zwischen dem grausamen „Da-Draußen“ und dem Inneren der durchgestylten Designerhütte, in die sich garantiert kein ungeladener Gast aus dem Tierreich verirrt, aber auch keine neidischen Blicke von Naturliebhabern auf sich zieht?

 

Und dann noch „ein besonders unwirtliches Gebiet?“ Das scheint definitiv. Für das Auge eines Grün liebenden Betrachters und für die Natur selbst. In so einer Steinwüste will sich niemand aufhalten, gleich, ob Mensch oder Tier. Bienen und die anderen fliegenden, krabbelnden oder hüpfenden Naturtalente –  jegliche Art von Leben scheint hier unerwünscht. Und das gerade in Zeiten der schwindenden Artenvielfalt hierzulande, bei beunruhigenden Nachrichten über Bienen-, Insekten-, Vogelsterben.

Steinreich, modern und das mit der Pflegeleichtigkeit

Bemühen wir nochmals das Internet, dieses Mal die Suchmaschine „Google“. Gibt man hier „Vorgarten“ ein, dann erscheint der Begriff praktischerweise gleich mit Auswahlmöglichkeiten, mir etwa „gestalten pflegeleicht modern“, „gestalten modern“, „gestalten pflegeleicht“ und auch noch, ach herrje, „gestalten mit Kies“. Modern, pflegeleicht und bitte mit Kies, die Suchmaschine weiß zum Glück mal wieder, was die Menschen in ihrer Ratlosigkeit suchen, oder und warum nur, weil sie es allen Ernstes schön finden?

 

Tatsächlich ist es statistisch belegt, dass diese steinernen Einöden gerne ob ihrer Pflegeleichtigkeit die Vorgartentrends prägen. So ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), dass 80 % von Vorgartenbesitzern mit versiegelten Flächen (Kies, Schotter, Pflaster) sich für diese Lösung aufgrund der Pflegeleichtigkeit entschieden haben. Zudem bezeichnen 57 % der Frauen Schottergärten als zeitgemäß und modern, schließlich freuen sich 46 % aller Besitzer solcher versiegelter Flächen über mehr Abstellmöglichkeiten auf Pflaster und Kies. Die Frauen wurden hier wohl als Steingarten-Liebhaberinnen besonders hervorgehoben, da sie ja letztlich immer über größere Investitionen entscheiden.

 

Übrigens haben laut der Studie 4 von 10 Deutsche einen Vorgarten, fast jeder 6. ist größtenteils  gepflastert oder mit Steinschüttungen in den verschiedensten Körnungsgrößen „gestaltet“.

 

Obwohl laut des Fernsehsenders ARD das Gärtnern die zweitliebste Freizeitbeschäftigung erwachsener Deutscher ist, entstehen mehr und mehr solcher Vorgärten, die übrigens nicht selten Anlass für verbale „Grabenkämpfe“ in Gartengruppen des sozialen Netzwerks Facebook sind. Gartenbesitzer hassen sie oder lieben sie, wobei nicht gesichert ist, ob so ein steinreicher Gartenbesitzer nicht so manches Tränchen insgeheim verdrückt, wenn er oder sie das Endergebnis sieht.

Rettet den Vorgarten: Warum die Gestaltung mit Kies schädlich ist
Wir wohnen in einer kleinen Privatstraße; die Zufahrt ist mit Schotter befestigt. So sieht das überall nach wenigen Jahren und im Herbst aus…

Der blühende Vorgarten: Warum wir ihn retten müssen

Kies, Schotter, Split, eine feine Sache, um einen schön unter den Füßen knirschenden Weg durch den sommerlichen Flor im Garten oder auch einen gemütlichen Sitzplatz zu gestalten. Auch „richtige“ Steingärten damit anzulegen, die mit üppiger Blütenpracht genügsamer Pflanzen, meist aus alpinen Lebensräumen, glänzen, das ist prima. Damit aber einfach Vorgärten zuzuschütten, zwei, drei Pflanzen rein, die Insekten oder Vögel so gar nichts bieten und fertig?

 

Mal vom Optischen abgesehen, das mit der Pflegeleichtigkeit dieser mondlandschaftgleichen Steingärten hat sich spätestens im Herbst erledigt, wenn sich das Laub des Nachbarn oder vom städtischen Grünstreifen ungehemmt niederlässt. Schnell wird das Absammeln lästiger als Unkrautjäten und, macht man es nicht, dann bietet das verrottete Laub im nächsten Frühjahr eine ideale Basis für herbeigeflogene Samen von Löwenzahn und Co. Das ungeliebte Kraut sprießt und lässt sich, fleißig festgekrallt am Unkrautvlies, denkbar schwer entfernen. Mit etwas Pech kommt dann auch noch Algenbelag oder sonstige Ablagerungen hinzu und das Formschnittgehölz sieht alsbald gar unansehnlich aus, wird es nicht von geschulter Hand regelmäßig in Form gebracht.

 

Pflegeleicht? Pusteblume, äh, -Kuchen! Selbst wenn man sich mit einem höllisch laut scheppernden Laubsauger bewaffnet, der, nicht nur das Blattwerk, sondern auch die letzten sich hierher verirrenden Insekten gleich mitschreddert.

 

Jeder stolze Hausbesitzer kennt das: Gerade frisch gebaut oder eine Altimmobilie erstanden, da kommt jede Menge Arbeit auf einem zu, um das Innere in ein kuscheliges Zuhause zu verwandeln. Da scheint die Verführung groß, hier mal fix noch den Vorgarten in eine Steinlandschaft zu verwandeln.  Doch: Ein Staudenbeet hat man schnell mal umgestaltet, ein zu großer Strauch kann auch mal weichen, aber der steinerne Vorgarten mit mehreren Tonnen Füllmaterial bleibt.

 

… auch für das Klima & von Städtern begehrtes Grün

Es ist schon paradox. Bereits seit den Römern ist bekannt, dass zugebaute, versiegelte Flächen – und da gibt es eben in Städten jede Menge – das Stadtklima aufheizen. Unbepflanzte Flächen saugen die Hitze tagsüber wie ein Schwamm auf und geben sie über Nacht ab. Wer mal in einer Stadt gewohnt hat, der kennt den Effekt, der, so der NABU, bis zu 10 Grad Temperaturunterschiede zwischen Stadt und Land bewirken kann. Zudem wirken Pflanzen luftreinigend und kühlen, dank Verdunstung von Feuchtigkeit. Alles „Dinge“ die wir doch gerade vor der Haustür schätzen sollten, denn auch im Kleinen beeinflussen unsere Gärten unser tür- und fensternahes Mikroklima.

 

Daher sind Planer auch bemüht, mehr denn je, die Städte so Grün wie möglich zu machen und Architekten entwickeln Gebäude mit grünen Fassaden, Terrassen und Dächern. Ja, es werden sogar Fassaden- und Wandbegrünungen in zahlreichen Gemeinden auf Antrag bezuschusst. Weil sie gut für das Klima sind und dies nicht zu knapp.

 

Und dann ist da noch die typische Stadtpflanze. Also keine, die in der Erde wächst, sondern Frau Schmidt, die sich endlich auf ihre Wohnung mit Balkon freut und so viel Pflanzen als möglich dort eine neue Heimat geben will. Was würde sie sich und viele Millionen andere mit einer Wohnung über ein wenig mehr Grün freuen. Und der der Häuslebesitzer schüttet diese schöne Fläche einfach zu…

Neue Medien, Cocooning & der unbekannte Nachbar – eine Erklärung?

In Großbritannien sind die Hausbesitzer bereits weiter. Dort gibt es bereits so viel Pflaster, Schutt und Kies, anstatt dem schönen gepflegten englischen Rasen oder den traumhaften Rosen und Staudenbeeten, dass die Königliche Gartengesellschaft, Royal Horticultural Society, von einem Niedergang der Vorgärten sprechen. Innerhalb von 10 Jahren habe sich die zugepflasterte und zugeschotterte Fläche verdreifacht. Alleine in London betrifft dies mittlerweile zwei Drittel der ehemaligen Visitenkarten vor dem Haus.

 

Gegenüber dem TV-Sender BBC findet Sozialhistoriker Dr. Joe Morhan eine Erklärung, wie die Vorgärten der als gartenverrückt bekannten Briten verschwinden. Viel mehr spiele sich innerhalb des Hauses ab – das einigeln, neuhochdeutsch „Cocooning“ lässt grüßen -, etwa dank moderner Medien. Auch sei es durch komplexer werdende soziale Beziehungen, in denen der unbekannte Nachbar nicht mehr so wichtig ist, nicht mehr so relevant wie der Vorgarten bei der Nachbarschaft ankommt. Diese und weitere Gründe wir Parkplatzknappheit führen für den Wissenschaftler zum Niedergang des Vorgartens.

 

Noch nicht genügend Argumente? So eine Steinwüste kann auch finanzielle Folgen haben.

Ein schöner Garten steigert Immobilienwert

Es gibt Studien, die danach fragen, was ist ein schöner Garten wert, also wie beeinflusst er den Gesamtwert einer Immobilie. Von Großbritannien weiß ich, dass ein Haus im Land der Gartenverrückten locker 10 Prozent mehr wert ist, wenn der Garten richtig schön angelegt ist. Im Gardena Garden Report kam für Deutschland sogar heraus, dass ein Immobilienbesitzer bis zu 18 Prozent mehr für sein Haus bekommt, wenn der Garten schön angelegt ist. Das ist auch logisch und gerade in Sachen toll angelegter Vorgarten verständlich, welcher viel einladender wirkt, als eine Ansammlung von Steinen. Zumal die psychologische Komponente hierbei sicher nicht irrelevant ist, so nach dem Motto „wer seinen (Vor-)Garten liebevoll pflegt, wird das ja auch mit dem Haus selbst gemacht haben.“  Da wären wir wieder bei der schön gepflegten Visitenkarte, die vielleicht irgendwann richtig Geld in die Kasse spült.

 

Rettet den Vorgarten: Warum die Gestaltung mit Kies für die Artenvielfalt schädlich ist
Selbst der kleinste Vorgarten kann richtig hübsch bepflanzt sein und eine Oase für die Tierwelt werden.

So wird der Vorgarten wirklich pflegeleicht

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, solch einen Vorgarten tatsächlich pflegeleicht zu gestalten. Eine für den Standort geeignete Samenmischung, gerne mit insektenfreundlichen Blühpflanzen, wenig pflegeintensive Stauden und Sträucher, die Bienen, Schmetterlingen und Vögeln eine attraktive Nahrungsquelle und Aufenthaltsmöglichkeit bieten. Es gibt viele Möglichkeiten, die stets eine bessere Alternative zu monotonen Steinflächen darstellen. Im Zweifelsfall einfach mal einen Fachmann fragen und gerne auch mal in einem Buch schmökern…

 

Selbst wenn so ein üppig blühender Vorgarten manche Arbeit machen kann, dafür erfreut er doch jedes Mal mit seiner Blütenpracht und den vielen summenden Insekten und vielleicht sogar manch zwitscherndem Vöglein, wenn wir durch ihn das Haus betreten oder, doch ein wenig stolz, aus dem Fenster auf ihn blicken. Und gerne verweilt man dann auch mal länger hier und kommt so vielleicht mit den (neuen) Nachbarn ins Gespräch, die ja gar nicht so unsympathisch sind wie man dachte. Auch und gerade bei einem dramatischen Insektensterben und dem alarmierenden Rückgang an Vogelbeständen wird so ein Zeichen gesetzt.

 

Für das Klima rund um und im Haus ist ein bepflanzter, statt gesteinigter Vorgarten übrigens auch toll. Es wird Sauerstoff produziert, die Verdunstung kühlt die Umgebungsluft und spenden idealerweise mehr oder weniger Schatten. Steine dagegen sind prima Wärmespeicher, etwas, dass man spätestens im Hochsommer so gar nicht mag.

 

Würde jeder der Millionen Vorgartenbesitzer so denken, dann hätten viele Arten in Zeiten der Monokulturen, der Flächenverluste und des massiven Gifteinsatzes an allen erdenklichen Orten sicherlich noch eine Chance.

 

Dann ist da noch das hinter dem Haus. Das mit dem Rasen, dem Trampolin, der Kirschlorbeer- oder Thujahecke und den stylischen Loungemöbeln, gerne auch dem aufgestellten Swimming-Pool. Aber, ein anderes Thema, schließlich müssen wir jetzt erst mal den Vorgarten retten.

 

Apropos Artenvielfalt. Warum selbst der Vorgarten diese unterstützen kann, das erklärt mein Beitrag Warum wir da draußen mehr natur wagen müssen.

 

Dieser Beitrag wurde 2017 in einem deutschlandweiten Journalistenwettbewerb zum Thema „Rettet den Vorgarten“ (ausgelobt vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V., BGL) von der Jury auf Platz 3 gewählt. <3 Die ersten beiden Plätze gingen an Fach-/Gartenmagazine.

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4 Antworten

  1. Bärbel Bartmuß
    | Antworten

    Auch bei uns im Dorf wird dieser unsägliche Trend zur Realität. Junge Grundstücksbesitzer entfernen sämtliches Grün aus ihren Gärten, darauf kommt der Schotter des Grauens. Ferner werden Bäume und Büsche gefällt. Es darf alles keine Arbeit mehr machen.
    Ich habe mir schon überlegt, ob ich diesen Wahnsinn mal der Gemeinde melde, mit der Bitte, eine Initiative zu starten, gegen diese katastrophale Entwicklung. Es muß unbedingt eine Umkehr eintreten, ansonsten ist unsere Natur in ein paar Jahren dem Tode geweiht. Die Kommunen und auch die Politik müssen sich hier einbringen. Aber da sehe ich schwarz. Was können wir hier noch tun?

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Bärbel, ja, echt ein Graus! :-/ An die Gemeinde wenden wäre doch ein Anfang! Finde ich eine gute Idee. Ein paar weitere gute Argumente findest Du ja bereits in meinem Text. Ich versuche auch, die Leute mit dem „setzt mehr Pflanzen“-Virus anzustecken. Eine Nachbarin wird sich über ein paar von mir gesäte Blüher freuen. Die haben ihr so gut gefallen und sie hat noch Platz im Garten. Da habe ich gerne Hilfe/die Aussaat angeboten. Liebe Grüße und viel Erfolg!

  2. Susann
    | Antworten

    Vielen Dank für diesen wunderbaren und leider wahren Artikel. Wir leben zur Zeit in UK und ich kann nur bestätigen, dass es hier keine blühenden Pflanzen in den meisten Vorgärten gibt. In unserem Viertel liegt zum Teil sogar Kunstrasen. Unsere Katzen finden keine Mäuse mehr und sind nach elf Jahren Freiheit aus eigenem Antrieb Hauskatzen geworden. Insekten gibt es kaum, wir freuen uns über jeden Vogel,den wir mal sehen. Es ist so traurig.
    Und dann kommen wir und hauen den ‚Bienengarten‘ in die Erde und den Aufgebohrten Eichenstamm, damit die Insekten was zum Leben haben. Aber es brummt und summt bedenklich wenig…

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Susann, danke für die Blumen! Ja, es ist schon grausig… :-/ Ich war übrigens 2016 auf der Chelsea Flower Show und habe dort irritiert die Ausstellung eines Kunstrasen-Herstellers gesehen. Auch die Vorgärten in London – gab ja mal eine Sendung auf BBC zu „Rettet die Vorgärten“ – waren trostlos. In unserem Lieblingsurlaubsland Schottland scheint dagegen die Hoffnung noch nicht verloren. Und ich hoffe, dass es generell ein Umdenken gibt. Schön, dass auch ihr gegen den Trend gärtnert! Liebe Grüße Jürgen

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