Quadratmeterpreise für Immobilien

Bodenrichtwert Quadratmeterpreis und Mietpreisvergleich
Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/holz-gebaude-haus-architektur-8293695/

Egal, ob man kauft, baut oder mietet, die Quadratmeterkosten bestimmen, wie viel Geld man dafür ausgeben muss. Sie werden anhand des Bodenwertes und der Verkaufspreise vergangener Jahre berechnet und sind das beste Mittel für uns zu erkennen, wie teuer eine neue Immobilie entsprechend ihrer Größe ist. Wie stellen die Kosten sich zusammen und wie hat ihr Preisspiegel in den vergangenen Jahren ausgesehen?

Berechnungswerkzeug Quadratmeter

Die Einteilung in Quadratmeter ist ein praktisches Werkzeug, um Kosten und Aufwand im Hausbau oder -Kauf zu berechnen. Auch Begleitkosten wie die Gartenanlage werden anhand der Größe der Fläche berechnet, die bearbeitet werden muss. Größere Zahlen, wie die Gesamtkosten für ein 300 Quadratmeter großes Grundstück, sind nicht übersichtlich und lassen sich vor allem schlecht mit anderen Grundstücksgrößen vergleichen. Runtergerechnet auf den Quadratmeter kann man leichter Aussagen darüber treffen, ob ein Preis gerechtfertigt scheint, oder nicht.

Wertbestimmung

Wer aktuelle Quadratmeterpreise vergleicht, sieht schnell, dass es unter ihnen gravierende Preisunterschiede gibt. Warum aber kostet die gleiche Fläche eines Grundstücks an einem Ort mehr als an einem anderen? Als Berechnungsgrundlage liegt ihnen der Bodenrichtwert eines Baulands zugrunde.

Bodenrichtwert = Durchschnitt des Verkaufspreises innerhalb der Bodenrichtwertszone in einer Spanne von maximal 2 Jahren

Dieser Richtwert wird mit der Grundstücksgröße multipliziert, um herauszufinden, wie teuer ein Grundstück im gesamten ist. Für sich alleine kann er mit Berücksichtigung einiger anderer Faktoren genutzt werden, um den Quadratmeterpreis zu bilden. Dieser Kaufpreis wird durch diverse Umweltfaktoren beeinflusst.

Wertbeeinflussende Faktoren

  • Größe des Grundstücks
  • Form des Grundstücks
  • Lage und Anbindung an die Infrastruktur
  • Bodeneigenschaften
  • Art der Bepflanzung
  • Erschließungsgrad
  • Möglichkeiten der Bebauung
  • Existierende Bebauung
  • Ausstattung und Qualität der Bebauung
  • Art der Nutzung (kommerzielles Gebäude, Acker, Privatgrundstück..)
  • Die Nachfrage auf dem aktuellen Wohnungs- und Grundstücksmarkt

Unterschiede Grundstück & Wohnfläche

Sprechen wir von dem Quadratmeterpreis einer bestehenden Immobilie, also der Wohnfläche, die verkauft oder vermietet wird, fallen Faktoren wie die Art der Bepflanzung und der Bodenqualität weg. Wobei sie mitunter Einfluss auf die Baukosten hatten und somit auch die Kosten des Verkaufs oder der Vermietung beeinflussen. Dafür kommen bei den Kosten des Grundstücks Faktoren wie die Qualität des Baus und seiner Ausstattung hinzu, die beim Verkauf von Grundstücken sogar hinderlich sein kann, wenn das Gebäude nicht gewünscht ist, Stichwort ‚Abrissgrundstück‘.

Absichern durch Vergleiche

Der Quadratmeter dient uns hervorragend dazu, einen Preis mit anderen zu vergleichen. Wir sollten uns nicht scheuen, ihn zu nutzen. Wer selbst keinen Einblick in die aktuelle Preislage hat, kann sich mit dem Preisspiegel auseinandersetzen. Er wird durch die LBS und die Sparkasse erstellt und enthält Daten zu einer Umfrage über die Marktlage im Neubau und Bestand von Immobilien.

Der Preisspiegel sammelt Informationen zu den Preisspannen von Baugrundstücken für Eigenheime, freistehende Eigenheime, Reiheneigenheime und Eigentumswohnungen. Dargestellt wird er auf der Website der LBS, auf der man sich die Preise für Neukauf und gebrauchte Immobilien anhand einer Deutschlandkarte anzeigen lassen kann.

Andere Vergleichswerte erhält man mit Hilfe von Maklern, die einen Einblick über den lokalen Markt haben und dabei helfen können, gute oder schlechte Preise einzuschätzen.

Hilfreich ist auch der Immobilienpreisindex, der durch Verkaufsdaten von Maklern zusammengestellt wird. Er führt die Immobilienpreise von 1975 bis 2019 auf. Eingeteilt sind die Angaben in verschiedene Eigentums- und Mietformen für Gewerbe und Privateigentum. Der Durchschnittswert einer Neubau-Privatimmobilie ist von 1975 bis 2019 von 64 auf 230,60 € Quadratmeterpreis gestiegen. An diesen Statistiken lässt sich gut erkennen, wie extrem der Anstieg von Preisen war. Sie werden unter anderem genutzt, um drohende Immobilienblasen und ihr Platzen vorauszusagen.

Fazit

Der Quadratmeterpreis ist ein hilfreiches Mittel, um Kosten von Kauf und Bau eines Hauses zu berechnen. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Eigenheim zu kaufen, zu bauen oder zu mieten, kann so ausrechnen, ob und was für ihn finanzierbar ist. Durch den Vergleich mit anderen Werten lässt sich zudem herausfinden, ob man zu viel oder zu wenig – was leider selten passiert – für ein Grundstück oder eine Wohnfläche zahlt. Vorgeschrieben sind die Preise durch den Wert des Grundstücks, seiner Lage und seiner Ausstattung.  

 

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