Häckseln von Strauchschnitt – Worauf ist zu achten?

Profi Häcksler sind ihr Geld wert und häckseln problemlos auch dickere Äste. Foto: pixabay.com/blickpixel

Im Frühling und im Herbst ist genau die richtige Zeit dafür, Sträucher zurückzuschneiden und sie damit vor Veralterung und Auswucherung zu schützen. Dabei werden jede Menge Zweige und Äste abgeschnitten und es stellt sich die Frage, was im Anschluss daran damit passieren soll. Die einfachste Lösung bietet in diesem Fall ein Häcksler.

Was macht ein Häcksler und worauf sollte man beim Kauf achten?

Ein stämmiger Ast, den man an einem Strauch abgeschnitten hat, vermodert nicht einfach in kurzer Zeit. Ein Häcksler dient dazu, Zweige und Äste so zu verarbeiten, dass diese problemlos entsorgt oder weiterverarbeitet werden können.

Bei der Anschaffung eines passenden Häckslers machen viele den Fehler, das erstbeste Gerät aus dem Baumarkt zu kaufen oder zu einem gebrauchten Modell zu greifen. Doch vor dem Kauf sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie transportabel ist der Häcksler?
  • Ist der Häcksler mit modernen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, die Schutz vor einem Unfall bieten? Das Gerät muss eine CE-Kennzeichnung und ein GS-Zeichen
  • Wie ist die Lärmentwicklung des Häckslers?

Was ist besser: Benzin- oder Elektroantrieb?

Beide Antriebsarten haben ihre Vor- und Nachteile. Beim Einsatz sollte berücksichtigt werden, ob ein Stromanschluss in der Nähe zur Verfügung steht. In diesem Fall bietet sich ein elektrisch betriebenes Modell an. Das schont vor allem die Nachbarn vor dem Geruch des Benzinmotors und der deutlich höheren Lärmentwicklung. Wenn der Häcksler jedoch unabhängig von einer Stromquelle an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden soll, ist ein Benzinmotor die bessere Alternative.

Was kostet ein guter Häcksler?

Profi Häcksler, die sich auch gut für private Einsätze eignen, sind bereits ab etwa 800 Euro erhältlich. Diese schaffen in der Regel mühelos die Zerkleinerung von Ästen mit einem Durchmesser von bis zu 50 Millimetern. Für Geräte, die noch stärkeres Astwerk mit einem Durchmesser von bis zu 100 Millimetern zerkleinern sollen, kann mit etwa 1.500 Euro kalkuliert werden.

Die Anschaffungskosten eines Profi Häckslers amortisieren sich im Laufe der Jahre vor allem durch seine Langlebigkeit. Denn während Billiggeräte bereits nach kurzer Zeit den Dienst versagen oder die Messer stumpf werden, arbeiten Profi Häcksler bei korrekter Wartung über viele Jahre einwandfrei.

Worauf ist bei der Sicherheit zu achten?

Wichtig ist, dass der Häcksler nicht mit einem Müllschlucker verwechselt wird. Das bedeutet: Das Material ist nicht auf einmal, sondern Zug um Zug in das Gerät zu befördern. Wenn das Gerät verstopft ist, muss umgehend der Notschalter betätigt und der Häcksler im Anschluss von feststeckendem Material befreit werden. Dabei sollte vorher in der Bedienungsanleitung studiert werden, wie dabei genau vorgegangen werden soll. In regelmäßigen Abständen sollte kontrolliert werden, ob das Messer eine gute Befestigung aufweist.

Ist das gehäckselte Material noch zu verwenden?

Der Grundsatz vieler Gärtner lautet, alles im Garten zu lassen, was dort entstanden ist. Dazu gehören auch gehäckselte Äste und Zweige: Diese werden sehr schnell zu hochwertigem Humus zersetzt und sind daher oft schon im darauffolgenden Jahr ausgezeichnet zum Kompostieren geeignet. Darüber hinaus speichert das Material Kohlendioxid im Boden und stellt damit auch einen Gewinn für die Klimabilanz dar.

Fazit: Nicht am falschen Ende sparen!

Ein guter Häcksler, der zuverlässig das Material verarbeitet, das ihm zugeführt wird, erleichtert die Arbeit im eigenen Garten ungemein. Nichts ist nerviger, als einen billig erstandenen Häcksler ständig von den Holzresten zu befreien, weil er immer wieder hängen bleibt. Darüber hinaus kann es auch sehr gefährlich werden, wenn sich Ärger und Unkonzentriertheit breit machen. All das erspart Gärtnern ein professionelles Modell mit entsprechender Leistung.

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