Botrytis, der schimmelnde Tod an Salat, Gurke, Zucchini & mehr

Botrytis, Grauschimmel an Salat, Zucchini, Gurke, Kürbis, Kohl, Tomate oder Beeren
Botrytis heißt ein lästiger grauer Schimmel, der im Muhvie-Garten bis dato zum Glück nur ab und an den Salat befällt. Vor allem in der feuchten Jahreszeit – oder bei feuchten Wetterperioden, ungünstigen Standorten, im Gewächshaus oder Frühbeetkasten – ist aber nicht nur dieser betroffen. Auch viele andere Gemüsepflanzen oder Beeren können zu seinem Opfer werden. Woran man den Grauschimmel erkennt, Maßnahmen und Gegenmaßnahmen.

Manche bemerken den grauen Schimmel am Salat, der Gurke, Zucchini oder anderen Gemüsesorten im feuchten Gewächshaus, aber auch im Beet und im Topfgarten meist zu spät. Immer dann wenn es besonders feucht ist, dann tritt er auf. Meist an sehr jungen oder zu dicht gesetzten Salatpflanzen. Sehr ärgerlich, zumal die Pflanzen bei dem Botrytis genannten Schimmel nicht mehr zu retten sind.

Gerade im Januar passiert: Da geht man nichtsahnend mal wieder nach dem Winterkopfsalat schauen und, schwups, liegen einzelne von ihnen oder gar gleich in Gruppen darnieder wie vertrocknet an einem heißen Sommertag. Trotz der feuchten Erde. Graue bis braune Stellen sind zu sehen, das Grün ist wie welk und, fasst man den Salat an, hat man ihn wie an der Basis abgenagt, einfach zwischen den Fingern. Der Feind in meinem Beet, Topf oder Gewächshaus: Botrytis.

Es gibt mehrere Arten von Botrytis, zum Beispiel einen, der bei Winzern auch mal beliebt ist und für gewollten Schimmel an Trauben sorgen kann, was ein besonders gutes Tröpfchen später ergibt (Beeren oder Trockenbeerenauslese). Der graue bis bräunlich aussehenden Schimmel der Botrytis-Familie, der sich über den Salat hermacht ist dagegen so gar nicht lecker. Gerade wenn es besonders feucht ist und wenig Luftbewegung draußen – oder im Gewächshaus – herrscht, dann breitet er sich aus. Aber auch bei anhaltender Staunässe – Stichwort zu dicht gepflanzt – kann sich der Schimmel am Salat breitmachen. Ich habe den Schimmel jedes Jahr an ein paar Salatköpfen, vor allem am noch jungen Winterkopfsalat, also in der kalten Jahreszeit. Und wenn man ihn bemerkt, dann ist es bereits zu spät.

Denn der Botrytis-Schimmel befällt die Basis. Dort stirbt die Pflanze ab und verwelkt. Meist ist nur eines der unteren Blätter wirklich sichtbar befallen. Schaut man dann genau nach, dann ist der Stielansatz am Jungsalat braun, matschig und oft bereits von den Wurzeln gelöst.

Gegen diese Krankheit am Salat und andere Gemüsesorten hilft lediglich die Pflanze alsbald zu entsorgen. Denn sonst verbreitet sich der Schimmel über die ganze Anzucht. Leider verbleibt der Pilz auf der Erde und oberflächennah. Da mir dieser Befall mit Botrytis in aller Regel aber nur im Winter und am Salat passiert, gerade in den Kübeln der abgeräumten Tomaten, ist der Befall im Muhvie-Garten eher weniger dramatisch. Denn: Die obere Erdschicht wird vor der Pflanzung der nächsten Tomaten entfernt und Salat zieht hier eh erstmal nicht ein. Nachfolgende Pflanzen hatten den Grauschimmel noch nie.

Passiert der Schimmelbefall allerdings im Beet, dann soll man den Boden umgraben. Tipp, ganz nach der Mischkultur: Beete rotieren und einige Jahre besser hier keinen Salat anbauen. Wer allerdings seine Salate regelmäßig kontrolliert und geschädigte Pflanzen sofort entfernt, sollte eher verschmerzbare Ausfälle haben. Mehr als ein Drittel der Salate habe ich durch diesen bräunlichen bis grauen Schimmel jedenfalls noch nicht verloren.

Grauschimmel am Gemüse: Nicht nur der Salat betroffen

Leider betrifft Botrytis, also der Grauschimmel, auch folgende Gemüsesorten. Er kommt wohl auch an Gurken, Zucchini, Kürbis, Tomaten, Paprika, Spargel und Bohnen vor, an Kohlgemüse und Beeren. Zu meinem Glück hatte ich den Grauschimmel bisher nur am Salat. Ein Bio-Spritzmittel habe ich dagegen nicht gefunden. Bei konventionellen Spritzmitteln stehen mir zu viele Warnhinweise drauf.

Tipps, um Grauschimmel Botrytis an Gemüse, Salat und Beeren zu vermeiden

Zu eng gesetzte junge (Salat-)Pflanzen schaffen ein optimales Klima für den Schimmel an den Setzlingen. Oder später, wenn sie Kopf an Kopf und eng zusammengepfercht im Beet sitzen. Den auf der Samentüte angegebenen Abstand in etwa einzuhalten macht daher Sinn.

Allzu feuchte Standorte vermeiden.

Im Gewächshaus und Frühbeetkasten vor allem in der feuchten Jahreszeit für ordentlich Lüftung sorgen.

Gewächshäuser nach Befall im Zweifelsfall desinfizieren.

Erde umgraben, wo es auf Beetflächen einen Grauschimmelbefall gab.

Text & Foto: (c) Jürgen Rösemeier-Buhmann

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