Meine Tomate ist krank: Blütenendfäule, Ursachen und Beseitigung

Braune Flecken an der Tomate: Krankheit nennt sich Blütenendfäule
Hier ist die Erkrankung bereits stark fortgeschritten. Diese Verfärbung nennt sich Blütenendfäule. Wodurch sie kommt und was die Gegenmaßnahmen sind.

Ich wurde jetzt mehrmals gefragt, was diese dunklen Stellen an den ersten schönen Tomatenfrüchten sind. Braun bis schwarz sind sie an der Stelle, an der die Blüte saß und später wird diese glasig, die Frucht stirbt. Da hilft nur: Abmachen, denn für die Tomate gibt es keine Rettung, denn die Krankheit nennt sich Blütenendfäule. Was sind die Ursachen und welche Gegenmaßnahmen gibt es denn für die Blütenendfäule?

Für die Blütenendfäule gibt es mehrere Ursachen. Auf jeden Fall liegt hier ein Kalziummangel vor, der wie folgt entsteht:
1. Ich habe zu viel gedüngt und die Pflanze erhält zu viel Kalium (das K im NPK-Dünger). Dies verhindert die Kalziumaufnahme mit bekannter Folge, Blütenendfäule. Scheinbar haben manche Tomatendünger einfach zu viel davon, daher würde ich diesen im Zweifelsfall in der Anwendung reduzieren.
2. Eine unregelmäßige Wasserversorgung. Sprich, trocknet der Boden ab und an zu sehr aus, dann kann die Pflanze nicht oder nur unregelmäßig Kalzium aufnehmen. Einfache Abhilfe: Die Erde der Tomaten, besonders im Topf, sollten immer eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen.
3. Man gießt mit Regenwasser. Auf die Dauer ergibt auch dies Blütenendfäule, da die Mineralkombination im weichen Regenwasser manchmal einfach wohl nicht passt.

Abhilfe gegen Blütenendfäule: Den NPK-Dünger reduzieren – ich nehme Beinwell ab sofort, das soll von der Nährstoffverteilung optimal sein -, speziellen Kalziumdünger nehmen, oder einfach Urgesteinsmehl oder Algenkalk den Pflanzen geben. Ich habe das übrigens gerade auch an ein paar Tomaten mit Blütenendfäule und denke, dass es nach der Rekordhitze Anfang Juli (2015) ein paar mal einfach zu trocken in den Töpfen wurde. Danach kam das erst… Was auch noch helfen soll, habe ich aber noch nicht getestet: Etwas Milch ins Gießwasser zu geben, oder, wie ich auf der Seite der Facebookgruppe „Tomaten und Chilis“ las: Eine handelsübliche Kalzium-Brausetablette auf eine 10 Liter Gießkanne geben. Hm, warum nicht?!

Auf jeden Fall ist diese Krankheit bei Tomaten kein Drama, hat nichts mit der Krautfäule oder Braunfäule zu tun und ist mit den entsprechenden Maßnahmen reparabel. Nur ärgerlich: Die betroffenen Tomaten sind leider ein Fall für den Müll.

Text & Foto: (c) Jürgen Rösemeier-Buhmann

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