Den Garten aus dem Winterschlaf holen: 5 Tipps für das Frühjahr

Garten Arbeiten im Frühjahr
Das Frühjahr lockt uns mit endlich längeren Tagen und schon richtig wärmenden Sonnenstrahlen raus in den Garten. Und da ist viel zu tun.

Wenn die Tage endlich wieder länger werden und das Thermometer langsam aber sicher zu steigen beginnt, schlagen auch die Herzen von vielen Gartenfreunden höher – endlich wieder hinaus in das geliebte Grün und an die frische Luft. Bevor es im Frühling jedoch wieder so richtig losgehen kann, sollten einige Dinge bei der Gartenpflege beachtet werden. Dieser Beitrag verrät die fünf wichtigsten Tipps, damit der heimische Garten schnell wieder aus dem Winterschlaf erwacht.

  1. Bestandsaufnahme machen

Als Erstes sollten Sie eine ausgedehnte Runde durch Ihren Garten machen. Über eine genaue Bestandsaufnahme kann so am besten der Zustand aller Stauden, Beete und Pflanzen erkundet werden. Sind einzelne Gewächse hochgefroren? Drücken Sie hier das umgebende Erdreich sanft an. Braune Stängel und erfrorene Stauden können zudem großzügig zurechtgestutzt, Moos, erstes Unkraut und lästige Schnecken bereits jetzt entfernt werden. Liegengebliebenes Laub kann bei andauernd freundlicher Witterung von den Beeten genommen werden. Bitte aber nicht in die Mülltonne entsorgen, sondern am besten auf den Kompost. Zum einen liefert es wertvolle Nährstoffe nach der Verrottung, zum anderen können hierin noch jede Menge Gartenhelfer versteckt sein. Zudem gilt: Totgeglaubte Pflanzen nicht zu früh aufgeben: Viele Gewächse zeigen erst spät im Frühjahr, dass noch Leben in ihnen steckt.

  1. Gerätehaus inspizieren

Als Nächstes sollten Schuppen oder Gerätehaus begutachtet werden. Sind hier Undichtigkeiten oder Frostschäden aufgetreten? Sind die Werkzeuge und Geräte intakt und funktionsfähig? Schrubben und ölen Sie, wenn nötig, die Werkzeuge nach und räumen Sie eingemottete Geräte frei. Zudem können jetzt Rankgitter von Pflanzen die Mehltau hatten und Tomatenstangen, an denen vielleicht noch der Krautfäule-Erreger anhaftet, gründlich gereinigt werden.

Witterungsbedingte Schäden am Schuppen sollten zudem umgehend beseitigt werden, um die Gerätschaften vor Nässe zu bewähren. Besonders bewährt zur Vermeidung von Winterschäden und Schädlingsbefall haben sich hier Gerätehäuser aus Metall: Sie sind wetterfest, pflegeleicht und durch die Verwendung von Metall besonders langlebig und wartungsarm.

Wenn Sie daher Ihren Holzschuppen regelmäßig neu streichen müssen oder sich an der zunehmenden Verwitterung stören, können Sie am besten ein Eleganto Metallgerätehaus kaufen und so im Frühjahr mit der Gartenarbeit beginnen, ohne sich erst um die Pflege des Schuppens kümmern zu müssen. Gerätehäuser aus Metall sind zudem in vielen Größen verfügbar und schnell aufgebaut. Praktisch sind Erweiterungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein zusätzliches Überdach zum Abstellen von Fahrrädern oder dem Rasenmäher.

  1. Umgraben, Beete lockern und Zurückschneiden

Nach der eingehenden Inspektion geht es an die Arbeit. Freie Beete wie etwa in der Gemüseabteilung und ein eher schwerer Boden – da ist doch umgraben angesagt, oder? Von dieser Technik sind viele Fachleute abgekommen, da dies das Bodenleben durcheinanderbringt. Stattdessen wird mit einer Grabegabel der Boden lediglich gelockert. So werden die groben und lehmhaltigen Strukturen aufgebrochen und belüftet, um wichtigen Mikroorganismen Raum zur Ausbreitung zu geben.

Bei bereits bepflanzten Böden und Beeten wird allenfalls mit einem schmalen Werkzeug wie dem Sauzahn das Erdreich gelockert.

Bäume und Sträucher können bereits Ende Februar an frostfreien Tagen großzügig zurückgeschnitten werden, um neuen Trieben und umliegenden Pflanzen mehr Raum und damit Licht zu verschaffen. Stärkere Rückschnitte müssen vor dem 1. März geschehen. Bis 30. September sind dann laut Bundesnaturschutzgesetz lediglich Formschnitte aus Artenschutzgründen (u.a. brütende Vögel) verboten.

  1. Erste Aussaat

Kohl, Salat und Tomaten können nun endlich wieder ausgesät werden. Als Faustregel gilt: Im Haus, im Frühbeet oder Gewächshaus werden frühe Sorten ab Februar gesät, im Beet ab März. Und dann auch nur Sorten, die auch wirklich freilandtauglich sind. Die empfindlichen Tomaten, Paprika, Chili und Co. werden im Haus vorgezogen.

Auch viele Stauden, Zweijährige, Sträucher oder Rosen freuen sich über eine frühe Anpflanzung und kommen mit den noch frischen Temperaturen gut zurecht. Empfindliche Gewächse dagegen sind im Gewächshaus besser aufgehoben, alternativ empfiehlt sich auch ein Abdecken mit einem Vlies über Nacht. Einjährige Blüher und selbst gezogene Stauden sollten nicht vor Mitte Mai, zusammen mit Tomaten, Paprika, Chili, Gurken, Zucchini oder Kürbis und Auberginen ins Freie gesetzt werden. Bei gutem Wetter dürfen diese Pflanzen allerdings ab April an einem absonnigen (!) Platz frische Luft „schnuppern“.

  1. Dünger ausbringen

Der erfolgreiche Gemüseanbau im letzten Jahr, üppig blühende Stauden, reichtragende Obstbäume und Beerensträucher haben den Boden einiges an Nährstoffen entzogen, daher sollte im Frühling ausgiebig gedüngt werden. Nicht nur schwere Böden und die damit einhergehende Verdichtung können gerne etwas Kompost und Urgesteinsmehl vertragen. Mit den Jahren wird man dann das Verdichtungsproblem schwerer Böden allmählich gelöst und die Nährstoffversorgung ist ideal. Gleiches macht man auch bei leichten Böden, die so ebenfalls verbessert werden, Wasser besser halten und die nötigen Nährstoffe bieten. Ebenfalls zu empfehlen als Auffrischungsdüngung und Bodenverbesserer: Terra Preta.

Aber Vorsicht: Genügsame Pflanzen wie die Fetthenne aussparen. Sie und andere Gewächse reagieren negativ auf zu viele Nährstoffe. So neigt die Fetthenne dazu, dass bei zu vielen Nährstoffen in der Erde die Blütentriebe umfallen. Zudem schätzen Obststräucher und -Bäume eine Mulchschicht aus düngendem Kompost. Wahlweise kommen Spezialdünger zum Einsatz.

So steht dem erfolgreichen Start in die warme Jahreszeit nichts mehr im Wege.

 

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