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Anzucht leicht gemacht: Mit Pflanzenlampen mehr Erfolg

LED Pflanzenlampen, Pflanzenleuchten und mehr zur Anzucht
Es gibt ausreichend helle Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LED-Leuchtmittel, die wunderbar als Pflanzenlampen gerade in der Anzucht geeignet sind. Sie erleichtern die Anzucht von Pflanzen aus Samen ungemein, machen diese in so manch dunklen Wohnräumen überhaupt erst richtig möglich. Hier: Eine umfunktionierte Fotoleuchte mit Reflektorschirm. Was hierbei wichtig ist zu wissen.

Die Pflanzenanzucht kann ohne ausreichend Licht manchmal schwierig werden. Gerade zum Jahresanfang ist selbst die hellste Fensterbank oft nicht ausreichend. Auch bei der entsprechend großen Menge an selbstgezogenen Pflanzen geht schnell mal der genügend helle Stellplatz aus. Man kann sich hier aber mit Pflanzenlampen behelfen. Diese müssen aber nicht unbedingt aus dem Spezialshop kommen. Folgende Spezifikationen sind wichtig, um in der Anzucht von Pflanzen erfolgreich zu sein.

Wenig Licht ist für die Anzucht von Pflanzen aus Samen schlecht. Gerade jetzt zum Jahresanfang bis etwa Mitte März reicht selbst auf der hellsten Fensterbank das natürliche Licht meist nicht aus, um kleine Pflanzen aus Samen ordentlich wachsen zu lassen. Ist es zu dunkel, dann strecken sich die Pflanzen schnell in die Höhe – man nennt das Vergeilen –, sie wachsen kümmerlich, gehen meist sogar ein. Eine künstliche Lichtquelle kann hier helfen. Auf der Fensterbank habe ich eine entsprechend helle Schreibtischlampe. Im Keller, lediglich mit einem kleinen Fenster am Lichtschacht, kann ich mit der richtigen Lichtquelle sogar Pflanzen aus Samen ziehen. Folgende Informationen oder Voraussetzungen sind hier allerdings wichtig.

Die richtigen Pflanzenlampen mit vollem Farbspektrum

Weiß sieht für unser Auge ein Licht aus, das grüne, blaue und rote Anteile hat. Dann ist das Licht für uns hell und angenehm. Pflanzen mögen diese Farbkombination ebenso, da sie unter diesen Bedingungen eine optimale Photosynthese betreiben können. Zwar sind die Pflanzenlampen – wenn man mal über Suchmaschinen danach sucht – teils völlig unterschiedlich. Und je mehr man sich in die Materie reinarbeitet, desto technischer wird das Ganze. Die einen sagen dann, dass Lumen wichtig sind, andere, dass die Farbtemperatur wichtig ist. Und letzteres ist es definitiv. Grundsätzlich hilft bei der Auswahl einer Pflanzenbeleuchtung in der Aufzucht die Kelvinzahl. Kelvin gibt die Farbtemperatur von Licht an und wird mit K abgekürzt.

Für eine Pflanzenleuchte ist eine Kelvinzahl über 5.300 K und bis etwa 6.500 K wohl optimal. Das ist das Spektrum, dass man als tageslichtweiß, reinweiß oder kaltweiß bezeichnet (Vorsicht bei den Bezeichnungen: Hersteller handhaben das unterschiedlich. 5.300 K ist die Angabe in Wikipedia, ab der ein Licht als tageslichtähnlich bezeichnet werden kann. Das bestätigte mir auch eine Fotografin. Manche Leuchtmittelhersteller bezeichnen schon 4.000 K als „cool white“). Diese Lichtfarbe entspricht am ehesten dem Tageslicht und ist damit zur Pflanzenanzucht gut geeignet.

Jedenfalls habe ich mit den 5.500 K Fotoleuchten (Energiesparlampen mit 40 Watt) wie auch mit einer 6.500 K (LED, 14 Watt) leistenden Schreibtischleuchte gute Erfahrungen gemacht. Ob LED-Pflanzenlampe, Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre (solche gibt es auch, zum Beispiel in der Aquaristik) scheint egal zu sein.

Lumen bei Pflanzenlampen

Man liest immer auch mal was von Lumen. Gerade nach dem Glühbirnenverbot wird oftmals die Lumenzahl für die Lichtstärke eines Leuchtmittels angegeben. Laut diverser Pflannzenleuchten-Shops ist die Angabe der Lumenzahl aber eher unwichtig bei der Anzucht und Beleuchtung von Pflanzen. Bemüht man indes einschlägige „Grower“-Seiten, dann ist hier die Lumenzahl das A und O. Das scheint mir allerdings ganz andere Gründe zu haben.

Die ausreichende Wattzahl bei Pflanzenleuchten

LED Pflanzenlampen, Pflanzenleuchten und mehr zur Anzucht
Rauf auf die dunkle Fensterbank und Licht an. Das geht auch wunderbar mit einer passenden Schreibtischlampe, die gerade dann ausreicht, wenn man sich nur ein paar Pflänzchen für den (Balkon-)Garten sicher anziehen will. Das Licht ist selbstredend erst wirklich nötig, wenn die ersten Pflanzen erscheinen.

Als Richtwert für die Wattzahl: Will ich Setzlinge oder Stecklinge anziehen unter künstlichem Licht, dann sollte man schon so um die 15 Watt haben – und entsprechenden Kelvinwert –, wenn die Lichtquelle nah über den Pflanzen ist. Je höher die Pflanzen sind – Beispiel: die Palmen, die ich mit einer Pflanzenleuchte beleuchten will oder größere Pflanzen, die überwintern –, desto stärker sollte die Wattleistung sein. Dann dürfen es auch mal 30 oder 60 Watt sein bei einer Pflanzenlampe.

Eine höhere Wattzahl ist auch ratsam, wenn ich eine große Masse an Setzlingen habe. Mit 15 Watt irgendwas zwischen 20 und 50 Setzlingen ordentlich zu beleuchten reicht (je nach Streuungswinkel, Erklärung im nächsten Absatz). Hat man indes mehr, dann sollte die Leistung auch höher sein. Oder entsprechend mehr Leuchtmittel müssen dann die Anzuchtstation erhellen.

Tipps zum Streuungswinkel der Pflanzenlampen

Wer mag kann zudem noch auf den Streuungswinkel der Pflanzenlampen achten. Dies ist aus zwei Gründen unter Umständen wichtig: Zum einen dann, wenn die Pflanzenleuchte in einem Wohnraum betrieben wird. Wenn man hier Pflanzenlampen mit einem Streuungswinkel mit über 90 Grad anbringt, dann kann dies als störend empfunden werden. Wenn man zum anderen viele Pflanzen aus Samen selber ziehen möchte, dann kann ein Streuungswinkel von um die 45 Grad vielleicht zu wenig sein.

Weitere Tipps rund um Pflanzenlichter & Anzucht aus Samen

Die Empfehlungen zum Pflanzenlicht beziehen sich darauf, wenn man zeitig und vor etwa Mitte März Pflanzen aus Samen ziehen will. Chili und Paprika – hier geht es zur Aussaatanleitung für Chili & Paprika – danken dies ebenso wie Auberginen, die zeitig gesät werden wollen (Anleitung, um Auberginen zu säen), und später die Tomaten. Danach ist es selbst auf der Fensterbank meist hell genug. Es sei denn man hat zum Beispiel nur Nordfensterbänke, es stehen Bäume vor dem Fenster oder man muss die jungen Pflänzchen wegen neugieriger Vierbeiner irgendwo in Sicherheit bringen. Auch dann sind Pflanzenlampen ideal.

Nicht nur das Licht ist entscheidend. Auch die Temperatur, um für ein ordentliches Wachstum der selbstgezogenen Pflanzen zu sorgen. Ein Beispiel: Die vor 3, 4 Wochen aus Samen geschlüpften Tomaten fühlen sich auf einer hellen Fensterbank im so 17, 18 Grad kühlen Treppenhaus wohl. Das reicht ihnen völlig, nachdem sie bei entsprechend höherer Temperatur gekeimt sind. Jedoch kann es bei gleicher Lichtausbeute, etwa über der Wohnzimmerheizung, schnell zu warm und gleichzeitig zu dunkel sein. Das Ergebnis: Sie vergeilen. Daher in der Aufzucht von Setzlingen immer an das richtige Verhältnis zwischen Lichtangebot und Temperatur denken.

Die künstliche Lichtquelle sollte allerdings nicht länger als  etwa 14, 15 Stunden an sein. Denn, ob junge oder ältere Pflanzen: Wie der Mensch benötigen auch sie Ruhephasen. Tipp am eher hellen Standort: Man kann auch mal das Licht direkt am Tag ausmachen und beispielsweise nur morgens und ab dem Nachmittag die Anzuchtstation beleuchten.

Mit den rot-blauen, speziellen Anzucht- oder Pflanzenlampen habe ich keine gute Erfahrung gemacht. Mal abgesehen von der Tatsache, dass das Licht für unser Auge total unangenehm ist. Ich sehe weder, ob die Pflanze gesund wächst, noch habe ich überhaupt irgendein Wachstum bemerkt. Das spezielle Licht zu den hellen Fotolampen zusätzlich anzuschalten, auch das habe ich getestet. Aber wenn ich es weggelassen habe, war keine Verschlechterung zu sehen. Für mich sind diese rot-blauen Anzuchtlampen daher nichts. Zumal ich irgendwo gelesen habe, dass sie meist das falsche Verhältnis zwischen rot und blau hätten.

Edit 2017: Ein befreundeter, sehr ambitionierter Hobbygärtner hat nun eine spezielle, rot-blaue Pflanzenlampe gerade getestet und ist begeistert. Auf den Bildern war wirklich ein toller Wuchs seine „unzähligen“ Chili, Paprika und Tomaten zu sehen. Mit derzeit 37 € kann ich einen klaren Kauftipp für diese Lampe geben.

Natrium-Dampflampe, LED-Pflanzlampe oder Leuchtstoffröhren für Anzucht und Überwinterung

Als Pflanzenlampe für die kleine Anzucht und zum einschrauben in eine vorhandene Lampe ist diese Energiesparbirne und Chip.de-Testsieger mit 13 Watt und 5.700 K ausreichend.

Meine Schreibtischlampe unter der die Chilis diesen Winter sehr gut gewachsen sind (im Bild jetzt mit der großen Anzuchtschale), das ist diese hier: TaoTronics 14W Schreibtischlampe LED Tischlampe

Das ist eine meiner zwei zweckentfremdeten Fotostudio-Leuchten mit Tageslichtlampe. Die günstigste, die ich damals fand. Funktioniert seit Jahren. Zum Fotografieren wie in der Anzucht. Die Leistung der Energiesparbirne, die dank Reflektorschirm noch verstärkt wird, hat 40 Watt. Damit kann man locker eine größere Menge an Pflanzen in der dunklen Jahreszeit ziehen.

Wer gleich einen ganzen Raum mit einer Pflanzenlampe erhellen will (laut Rezensenten auch ideal für die Überwinterung von Pflanzen): Armatur mit 4 Leuchtstoffröhren. Wer bereits eine Fassung für Leuchtstoffröhren hat, hier noch ein Tageslichtmodell: Leuchtstofflampe mit 36 Watt Tageslicht (865 LSR). Diese Tageslichtlampe habe ich mir gerade (wieder) für die Garage mit kleinem Fenster bestellt. Darin überwintern bei gleichbleibender Temperatur von etwa 10 Grad die empfindlichen Kübelpflanzen.

Und wer einen Porsche unter den Anzucht- und Wachstumslampen aufhängen möchte – eine 400 Watt Natrium-Dampflampe für bis zu 20 m² -, wird hier fündig: Bio Green Leuchten Hochdruck Natrium Dampflampe, weiß

Ich selbst teste aktuell (ab Mitte Februar 2017) eine energiesparende LED-Variante der Firma SANlight. Der österreichische Leuchtenspezialist stattet Gärtnereien mit seinen Lichtsystemen aus. Ich habe gerade 2 für den Hobbybereich empfohlene Lampen installiert, die zwar wirklich nicht billig sind, aber selbst für Indoorgemüse geeignet sein sollen. Produkt: SANlight S2W. Diese Lampen sowie ein etwas weniger lichtstarkes Modell stellt mir das Unternehmen netterweise für den Praxistest zur Verfügung. Über diesen Test werde ich in Kürze berichten.

Text & Fotos: (c) Jürgen Rösemeier-Buhmann

P.S. Wenn jemand da draußen gute Erfahrungen mit (bestimmten?) rot-blauen Wachstumslampen gemacht hat oder andere Leuchten, gerne im Kommentar beschreiben.

 

 

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21 Antworten

  1. Kim
    | Antworten

    Ist es möglich mit der Bio Green Natriumdampfleuchte wohl einen Schiffscontainer zu behellen? Würde das reichen?

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Huhu Kim, ui, das ist aber speziell! 🙂 Bei den Spezifikationen der Lampe heißt es, dass sie bis zu 20 m2 ausleuchtet, bei optimaler Lichtleistung in 1,3 m Höhe über den Pflanzen. Bei dieser Höhe kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass sie diese Fläche schafft… Ich würde mal von der Hälfte ausgehen und dementsprechend die nötige Lampenzahl berechnen. Was genau hast du da für ein Projekt? Klingt spannend. LG, Jürgen

  2. joseph
    | Antworten

    shalom jürgen, sag wieso brauchen wir die wachstumsleuchten mit rot blau gelb und allem schnickschnack wenn doch eine LED birne oder röhre mit 6500 k tageslichtweis und 1500 – 2000 lumen den den ganzen spektralbereich abdeckt den die mittagssonne im sommer hat wie bei den herstellern angegeben, oder ander ist eine T5 6500 K tageslichtweiss mit 1500-2000 lumen nicht billiger und ausreichend für die Anzucht von Sämlingen, gut SHEBBES aus der Schweiz und danke für deinen blog macht ja wohl auch arbeit.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Joseph, sehe ich auch so. Zumal nicht jede Lampe, die mit den farbigen Lichtelementen ausgestattet ist, wohl Erfolg verspricht…. Ich hatte mal ein, da wuchs nichts. Ich bin jedenfalls mit Tageslichtlampen zufrieden. Selbst mit den Tischleuchten habe ich super Erfolge. Viele Grüße und ja, einiges an Arbeit. 😉

  3. Laura
    | Antworten

    Das nenne ich mal eine wirklich gute Dokumentation mit schönen Bildern. Habe vor 4 Wochen auch die Aufzucht Saison eröffnet und nutze in meiner eher dunklen Wohnung ebenfalls eine Pflanzenlampe. Im Sommer habe ich zwar nachmittags (Westseite) etwas mehr Licht. Gerade in der dunklen Jahreszeit komme ich an einer zusätzlichen Lichtquelle jedoch nicht vorbei.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Laura, ja, wenn es arg dunkel ist (Jahreszeit wie Räumlichkeiten zur Aufzucht) und/oder einfach zu warm, man sich einfach weniger Arbeitmachen möchte, bei gleichzeitig super Erfolgen, dann machen Pflanzenlampen den Unterschied. Ich finde auch, dass es sich in jedem Fall lohnt. Viele Grüße Jürgen
      P.S. Kooperationen mache ich bei solchen Produkten gerne 😉

  4. Reiner Paas
    | Antworten

    Hallo Günter,
    ich bin jetzt erst auf deinen Artikel über Pflanzlampen gestossen. Trotz der vielen Informationen kommen bei mir Unsicherheiten
    bezüglich Licht und Lampengröße auf. Ich ziehe meinen Salat, Tomaten, Paprika usw. in einer Plastikscale von 20*12 cm. Davon möchte ich 4 Schalen unter die Lampen stellen. Später auch die pikierten Pflanzen in kleine Blumentöpfe.

    https://www.amazon.de/Florally-16W-Pflanzenleuchte-Wachstumslampe-Zimmerpflanzen/dp/B01N6PPU0I/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1487437067&sr=8-9&keywords=pflanzenlampe

    Ich würde mich freuen, wenn du über den Link dir die Lampe ansehen würdest und mir deinen Rat zukommen lässt.
    danke für deine Mühe.
    Reiner

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    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Reiner,
      das Thema ist auch wirklich kompliziert, so viel mal vorab. 🙂 Ich habe mir das Schnäppchen angeschaut; der Text wurde mit Google übersetzt und wie eine Rezension – die sind nicht unwichtig in der Beurteilung – zurecht anmerkt: Zahlreiche positive Userkommentare sind am gleichen Tag eingesetzt. Noch dazu, und das ist sehr wichtig, KEINE verifizierten Käufe. Ich würde sie daher nicht kaufen. Was aber ein befreundeter Hobbygärtner derzeit nutzt ist dieses Modell hier: http://amzn.to/2kDrNt7 Der Preis ist mit derzeit 37 € echt top und die beschrieben Zahl an Anzuchtschalen deckst du damit locker ab. Werde ich als Empfehlung asuch noch im Text integrieren. Das Wachstum ist damit super wie ich auf Bildern gesehen habe. Paprika und Tomaten wachsen darunter 1a und die abgedeckte Fläche ist wohl noch größer als du sie benötigst. Viel Erfolg und grüne Grüße, Jürgen (nicht Günter 😉 )

    • Jörn
      | Antworten

      Da mein Gärtner seit diesem Jahr keine Pflanzen mehr für mich zieht, muss ich nun den Aufwand selber betreiben und weiß schon jetzt den Luxus der letzten Jahre zu schätzen.
      Den Beitrag zur Beleuchtung fand ich sehr informativ und nach eigenen Recherchen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Leuchtstoffröhren für mich wohl am Besten geeignet sind. In dem Dschungel an Bezeichnungen ist es etwas schwierig sich zu orientieren. Wenn ich nun davon ausgehe, das auch alle anderen „speziellen“ Pflanzenlampen handelsübliche Leuchtstoffröhren benutzen, können dann das doch nur die sein, bezeichnet mit cool „day light“ bzw. dem Farbcode 865. Laut Herstellerangbe ist das eine ähnliche Farbtemperatur wie 6400K.
      Dann könnte man sich ja aus einer herkömmlichen Deckenbeleuchtung und den richtigen Leuchtstoffröhren eine günstige Pflanzenbelechtung selbst bauen, und da es die Röhren ja in verschiedenen Längen gibt ist man auch noch relativ variabel.

      • Jürgen Rösemeier-Buhmann
        | Antworten

        Hallo Jörn,
        vielen Dank und ja, das kannst du problemlos machen. 😉 Die „865“er sind auf jeden Fall richtig; habe ich jetzt bereits seit Jahren für die Überwinterung. Wenn du dir was selbst baust: Achte lediglich drauf, dass Deine Beleuchtung nicht zu weit von den späteren Setzlingen weghängt. Ich würde sie nicht weiter weg als ca 50 cm hängen. Klappt ja problemlos mit einfachen Ketten aus dem Baumarkt oder stabilen Seilen. Dann sollte die Lichtintensität ausreichend sein. Viel Erfolg!

  5. gerhard
    | Antworten

    Hallo Jürgen, möchte einen Zitronrnbaum in Halle überwintern. Die Halle ist Frostfrei ca 7 Grad, aber dunkel. Würde die Überwinterung mit einer Lampe funktionieren?

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Gerhard, das sollte gut funktionieren. Wir haben etwa gleiche Bedingungen in der Garage. Die hat ein ca. 30×60 cm großes Fenster, aber 2 Leuchtstoffröhren mit Tageslampen. Oleander, Geranien und Co. gefällt es. Tipp: Unbedingt entweder a) vom Boden weg (der wird kälter als 7 Grad sein) oder b) was Isolierendes darunterlegen. Ich sammle da gerne dicke Styroporplatten. Zudem gießen wirklich nur sehr mäßig und etwa ab März wieder mit Düngung anfangen. Wir hatten auch jahrelang so ein Bäumchen, das stand im unbeheizten Treppenhaus. Weil etwas zu dunkel nahe dem Fenster warf der Zitronenbaum allerdings die Blätter ab. Und irgendwann ist er gestorben, da leider Dickmaulrüsslerlarven in der Erde waren. Schau mal noch hier, ein Pflanzenspezialist mit Tipps. Die Stundenzahl der empfohlenen Beleuchtungsdauer erscheint mir allerdings als etwas gering. Aber vielleicht reicht es tatsächlich… http://www.meine-orangerie.de/zitronenbaum-ueberwintern/ Viel Erfolg!

  6. Hans Mende
    | Antworten

    Danke für die ausführlichen – und vor allem verständlichen – Hinweise zu Pflanzenlicht. Ich will auf einer nach Norden schauenden Fensterbank Basilikum aussähen. Weil es mit der Beleuchtung hapern könnte, habe ich mich an John Langley gewandt, der früher als „der Mann mit dem Grünen Daumen“ oft im NDR-Fernsehen viele Gärtnerei-Fragen beantwortet hat. John meint, dass es für meine Zwecke völlig ausreiche, wenn ich einfache Halogen-Niedervolt-Lampen verwenden würde. Wörtliches Zitat von ihm: „Einfache Niedervolt Halogenlampen (mit verglaster Scheibe – andere sind nicht mehr erlaubt – glaube ich) sind geradezu ideal für dein mediterranes Kraut“. Stimmkt das? Gruß, Hans

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Hans, danke für Dein Feedback! 🙂 Ja, es ist nicht einfach durch die ganzen Informationen zum Licht in der Anzucht durchzusteigen… Aber zur Frage: Ich kann mir vorstellen, dass das funktionieren kann. Wir haben selbst Halogenlampen bspw. in der Küchendecke eingebaut und sie scheinen gut das Farbspektrum des Tageslichts wiederzugeben. Es gibt wohl keine Halogenlampen die das beschriebene Kelvinniveau erreichen, aber, recht nah an Deinen Pflanzen (etwa 1/2 Meter darüber oder etwas weniger), könnte funktionieren. Auch wenn ich die Anzucht mit dem Lampentyp noch nicht getestet habe, vielleicht eine echte/weitere Alternative zu teuren High-Tech-Lampen.

      Wenn du das ausprobierst würde ich gerne mal was zu den Ergebnissen hören. Nebenbei ein Tipp: Fensterbänke können recht kalt sein, das kann das Keimen beeinflussen. Ich lege da dann immer einen Stapel Zeitung unter die Anzuchtschalen oder eine Styroporplatte…
      Viel Erfolg bei dem Versuch!
      Grüße, Jürgen
      P.S. Nicht vergessen, die erfolgrecih gekeimten Pflanzen ab einer Höhe von so 15 cm über einer Blattachsel zu entspitzen. Dann verzweigen sie besser.

  7. Sandra
    | Antworten

    Vielen Dank für den wirklich toll recherchierten Artikel. Jetzt hab ich endlich eine einfache verständliche Anleitung wie mein zweiter Aussaat-Versuch von Tomaten am Nordfenster klappen kann. Die bereits vergeilten Pflänzchen stehen am (vermutlich zu warmen) Südfenster. Ich werde wohl die Tage pikieren und die Pflanzen dabei einfach mal ein bisschen tiefer setzen.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Hallo Sandra, freut mich, dass das Ganze gut erklärt rüberkommt. Recherchiert und in der Praxis getestet. Und ich gebe Dir Recht. Was ich vorher alles über die Beleuchtung gelesen habe, ist meist recht kryptisch. Auch gibt es Verfechter für die These, dass nur jene Wachstumslampen was taugen, die ein bestimmtes Verhältnis aus roten und blauen LEDs haben (bei mir waren 2 solcher Wachstumslampen so gar nicht gut). Meine blühenden Pepperoni und jetzt auch die Paprika vom letzten Jahr, der mittlerweile 30 cm hohe Blutampfer der vergangenen Gartensaison und die Setzlinge im Keller „erzählen“ etwas anderes 😉 Viel Erfolg! Und mit dem tiefersetzen vergeilter Tomaten – ruhig die Hälfte des Stängels – liegt man nie falsch.

  8. Yvonne
    | Antworten

    Ich wundere mich, dass es rote Anzuchtlampen gibt. Es gibt da dieses Phytochrom-System (Ich glaube, so heißt das). Es verhindert, dass Pflanzen im Schatten grüner Blätter, der viel Rotanteile hat, keimen, denn da hätten sie nicht genug Licht.

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Das stimmt, genauer, sind es Lampen mit rotem UND blauem Licht in einem bestimmten Verhältnis. Und die Lampen sollen auch funktionieren, da diese beiden Farbspektren wichtig beim Wachstum sind. Allerdings habe ich mir so ein Wachstumslicht in einem Spezialshop letztes Jahr gekauft. Mal abgesehen von der geringen Streuung der LED-Leuchte die ich erstanden hatte – also kommt nur an wenige Pflanzen überhaupt Licht -, habe ich hiermit keinerlei Wachstum nach ein ein paar Tagen festgestellt. Also wurde wieder die Tageslichtlampe installiert. Ergebnis: Perfektes Wachstum 🙂 Unter solch einer Leuchtstoffröhre blüht derzeit, und damit ununterbrochen seit dem Einlagern, eine Edelpelargonie im Winterlager.

  9. Kathrin
    | Antworten

    Hej Juergen, ich musste jtzt hier bei dir nochmal nachlesen zwecks Anzuchtbeleuchtugn. also diese Standlampe kann ich nicht empfehlen. Habe dir bestellt und ueberhaupt nicht in Gang gesetzt. Die steht nicht fest. Das Kabel muss unten in den Kasten gewickelt werden, der dann wieder verschraubt wird. Die Borlöcher der Schrauben ist schief, der Deckel beult aus und die Lampe hängt. Absolute billige Verarbeitung. Kann ich nicht empfehlen.

  10. Jan
    | Antworten

    Das nenn ich mal eine professionelle Herangehensweise an das Thema Anzucht. Respekt!

    • Jürgen Rösemeier-Buhmann
      | Antworten

      Danke! Na, zumindest mal an das Thema Zusatzbeleuchtung 😉
      Viele Grüße und Erfolg auf Deinem Balkon!
      Jürgen

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